Fußball

Ein bisschen besser wird für Rapid zu wenig sein, um vor Altach zu bleiben

Salzburg und Sturm Graz haben Sonntag in der vorletzten Runde des Grunddurchgangs keine Sorgen mehr um einen Platz in der Meisterrunde. Die Mannschaften auf den Plätzen drei bis sechs, der LASK, die Wiener Austria, Hartberg und Rapid hingegen schon, weil dahinter vor allem Altach und Ried, aber theoretisch auch Wolfsberg und WSG Tirol noch Möglichkeiten haben, mit zwei Siegen unter die ersten sechs zu kommen.  Dem LASK reicht Sonntag bei der Austria ein Unentschieden, die Wiener Violetten werden möglicherweise mehr brauchen,  um sich eine Woche später ein „Endspiel“ in Ried zu ersparen. Also werden beide Wiener Klubs, sowohl die Austria als auch Rapid, Sonntag auf den GAK setzen, dass er mit einem Heimsieg gegen den Aufsteiger Ried aus dem Rennen nimmt. Ried hat nächste Woche daheim auf jeden Fall ein Duell mit Endspielcharakter: Mittwoch das Cupsemifinale gegen den LASK. Vier Tage später könnte das nächste folgen.

Bei Altach könnte es sogar drei werden: Zunächst daheim im Schnabelholz gegen Rapid, dann Mittwoch das Cupsemifinale, das für die Vorarlberger eine Premiere bedeutet, bei Red Bull Salzburg,  vielleicht vier Tage später in Graz gegen Sturm um Platz sechs, wenn zunächst Rapid erstmals seit 15. August 2021 bezwungen wird. Das Siegestor erzielte damals in letzter Minute ein Ex-Rapidler durch einen verwandelten Elfmeter: Atdhe Nuhiu, jetzt Co-Trainer bei Altach, dazu Assistent von Kosovos Teamchef Franco Foda. Aber kein Zweifel, Rapid steht im Ländle mehr unter Druck als Altach: „Wir müssen jedes Spiel ein bisschen besser sein“, meinte Trainer Hoff Thorup. Ein bisschen besser als beim ersten Sieg seit November, dem 2:0 in Altach wird nicht reichen. Es muss schon viel besser sein. Und eine Woche später nochmals gegen Tabellenführer Red Bull Salzburg. Thorup muss durch die Gelbsperre von Ercan Kara wieder umstellen. Also wird Andreas Weimann in seinem vierten Spiel für Rapid zum dritten Mal an vorderster Front agieren. Petter Nosa Dahl (Bild), dessen Einwechslung nach 72 Minuten gegen Wolfsberg entscheidend für den Sieg war, kann laut Thorup diesmal schon länger spielen. Zur Startelf wird es noch nicht reichen. Anders als die Wiener Austria eine Woche dafür, die einen Tag vor dem Spiel im Schnabelholz in den Westen flog, fuhr Rapid Samstag mit dem Bus. Abfahrt vom Trainingszentrum war um 12.15 Uhr.

Sonntag kann auch ein Wunder passieren: Wenn Hartberg mit einem Sieg beim Tabellenführer Salzburg den Platz unter den ersten sechs fixiert. Salzburgs neuer Trainer Daniel Beichler muss zwei aus der Startbesetzung bei seinem fulminanten Debüt, dem 5:1 gegen LASK, wegen Oberschenkelverletzungen vorgeben: Stefan Lainer und den Japaner Sota Kitano. Aber bei Salzburgs Kader wird das durch Tim Trummer und Moussa Yeo leichter zu verkraften sein als bei Hartberg die Pause für Topscorer Elias Havel, der in diesem Jahr bisher Ladehemmung hatte.

 

Foto: Yigit Oerme.

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