Nach 19 Runden gibt es Sonntag in der Generali-Arena wieder eine Rarität: Ein Dull der einzigen zwei burgenländischen Trainer in der Bundesliga. Es wird das sechste zwischen Austrias Stephan Helm und Routinier Didi Kühbauer, der mit 54 zwölf Jahre älter als Helm ist, aber das erste in neuer Konstellation bei Austria gegen LASK. Bisher gab es Hlm gegen Kühbauer nur bei Austria gegen Wolfsberg. Derzeit liegt Helm mit 3:1-Siegen in Führung: Er gewann letzte Saison mit der Austria 3:1, 1:0, und 2:1, einmal fiel kein Tor. Kühbauer gewann diese Saison in der zweiten Runde im August in Favoriten 2:0.
Helm hat seit Sommer 2024 64 Partien als Austria-Trainer hinter sich, sein erster, bisher einziger Job als Chef in der Bundesliga. Kühbauers Premiere als Trainer in der Bundesliga liegt bereits 16 Jahre zurück. Er begann wie schon als Spieler bei der Admira. Die weiteren Stationen: zweimal Wolfsberg, St. Pölten, Rapid (mit 141 Spielen das längste Kapitel seiner Karriere), zweimal LASK – das ergibt bereits 486 Spiele, damit 422 mehr als Austria-Kollege. Mit 2,46 hat er in seiner zweiten LASK-Ära nach 13 Spielen mit nur einer Niederlage derzeit den besten Punktschnitt seiner Trainerkarriere. Der schlechteste war zwischen 2013 und 2015 bei Wolfsberg mit 1,37 nach 54 Spielen. Der Punktschnitt von Helm liegt bei 1,75. Kühbauer hat auch bei der Austria mit Finanzvorstand Harald Zagiczek einen großen Fan. Auch er ist Burgenländer.
Helm zollt Kühbauer Respekt, wie schnell er seine Ideen beim LASK erfolgreich umsetzen konnte. Beide verloren in der letzten Runde. Helm mit Austria 1:2 in Altach, der LASK daheim im Spitzenduell gegen Tabellenführer Red Bull Salzburg 1:5. Als Dritte gehen die Lizer mit einem Punkt mehr als die Austria in das Duell der burgenländischen Trainer. Bei der Austria ist anders als in Altach Abwehrchef Aleksandr Dragovic wieder dabei – das macht schon einen Unterschied. „Es wird ein Spiel auf Augenhöhe“, prophezeite Kühbauer, „die Austria ist eine gut organisierte Mannschaft, die uns alles abverlangen wird“. Das ist ein Kompliment für Helm, der überzeugt ist, dass Kühbauer seine Schlüsse aus der Heimpleite ziehen wird: „Die ist für uns weder Fluch noch Segen. Wir wollen mutig auftreten!“
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