Fußball

Ein guter Start ist wichtiger als Didis Fünfziger

29 Jahre ist es her, dass die Trainer von Wolfsberg und Rapid gemeinsam zum grün-weißen Bundesligakader  gehörten. Zwei Jahre lang. Roman Stary kam aus dem Rapid-Nachwuchs, musste sich hinten anstellen, Kühbauer war mit damals 21 Jahren schon am Weg zum Führungsspieler. Behauptet zumindest Stary, bevor er am Sonntag erstmals als Cheftrainer auf Kühbauer trifft. In seinem erst vierten Spiel auf der Wolfsburg-Bank. Mit der Hoffnung, von einer Interimslösung nach Ferdinand Feldhofer zu einer endgültigen für die nächste Saison zu wachsen. Das deutete zumindest Präsident Dietmar Riegler in den letzten Tagen an. Da besteht Hoffnung auf eine Vertragsverlängerung, die der arriviertere Kühbauer schon hat.

Sonntag wird Stary zu denen gehören, die Kühbauer in der Lavanttal-Arena, seiner ehemaligen Wirkungsstätte, zum 50. Geburtstag gratulieren werden.  Aber danach ist es mit den Höflichkeiten vorbei: „Wir wollen zum dritten Mal hintereinander in den Europacup. Das wird schwerer als vor einem Jahr, weil dem LASK nicht wieder sechs Punkte abgezogen wurden!“, sagt Stary. Gegen drei der fünf Gegner im April und Mai hat Wolfsberg in den erste 22 Runden unter Vorgänger Ferdinand Feldhofer  nicht gewonnen. Gegen  Rapid, LASK und WSG Swarovski Tirol. Das muss sich ändern, damit die Europacup-Hoffnungen in Erfüllung gehen können. Gegen Rapid verloren die Kärntner daheim nach 3:2-Führung in der Nachspielzeit 3:4, im Allianz-Stadion 0:1. Beide Male scheiterte Wolfsberg an Ercan Kara (Bild oben): Er verwandelte mit einem Doppelpack das 2:3 in ein 4:3, überraschte  in Hütteldorf Wolfsbergs Tormann Alexander Kofler mit einem haltbaren Distanzschuss: „Die Leistung war aber damals nicht so schlecht“, erinnerte sich Stary zurück, „uns muss nur etwas besseres gegen Kara einfallen.“ Das wird nicht so leicht sein.

Kühbauer wird sich über alle Gratulationen zum Fünfziger freuen, für seine Spieler erklärte er dies  zum Tabuthema: „Ich bin völlig unerheblich, sie sollen nicht an mich denken. Sondern nur daran, ihren Job so gut wie in den letzten Wochen zu erledigen, damit uns ein guter Start gelingt.“ Tabu bleibt auch, bereits an den Schlager gegen Red Bull Salzburg eine Woche später zu denken. Interessant wird  Kühbauers Geburtstags-Aufstellung: Kelvin Arase müsste nach einer starken Vorstellung beim 1:1 in Innsbruck gegen WSG Swarovski Tirol in der Startelf bleiben. Es würde nicht nachvollziehbar, müsste er wieder auf die Bank, weil Filip Stojkovic nach der Sperre wieder dabei ist.

Stichwort Innsbruck: Der Tivoli erlebt Sonntag sein erstes Spiel in der Meisterrunde. Die Sensationself WSG Swarovski Tirol empfängt mit den LASK, gegen den er in dieser Saison noch nicht verloren hat. Daheim gab es ein 1:1, in Pasching ein 4:2. In einer Tabelle der Spiele der sechs Mannschaften untereinander im Grunddurchgang, wäre die Mannschaft von Thomas Silberberger sogar Dritter. Gelingt ihr der nächste Coup? Ein Nachfolger für Sponsor Swarovski soll schon gefunden sein. Beim LASK kehrt ein Verletzter zurück: Manndecker Petar Filipovic gehört zum Kader.

 

 

 

 

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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