Fußball

Ein Transparent in Kopenhagen: Respekt für alle Klubs!

Nur in einer der acht Gruppen der Champions League ist am 6.Dezember  beim  letzten Spieltag alles möglich: Zwischen Napoli, Benfica Lissabon und Besiktas Istanbul. Veli Kavlak jubelte Mittwoch in der Vodafone-Arena mit, als Besiktas ein 0:3 zur Pause noch aufholte. Wie der portugiesische Europameister Quaresma in vorletzter Minute mit der Ferse flankte und so den Ausgleich durch den ehemaligen Porto-Stürmer aus Kamerun, Aboubakar, ermöglichte, war ein absolutes Highlight. Das einmal auch schon Marko Arnautovic in Österreichs Teamdress gezeigt hatte, ohne dass daraus ein Tor fiel.  Im Achtelfinale stehen Arsenal, Paris St. Germain,  Barcelona, Manchester City, Atletico Madrid, Bayern München  Monaco, Leverkusen, Borussia Dortmund, Real Madrid,  Leicester und Juventus. Von den Klubs der vier  Topnationen blieben  bisher zwei (Tottenham, Mönchengladbach) auf der  Strecke. Somit sind im Februar 2017 vier Österreicher dabei: David Alaba, Julian Baumgartlinger, Aleksandar Dragovic und Rambo Özcan. Dragovic und Özcan kamen aber bei Leverkusen noch zu keinem Einsatz in der Champions League.

Alaba war bei Bayerns 2:3-Blamage bei Minusgraden in Rostow zwecks Schonung nicht im Einsatz. Jetzt ist der Ärger in München groß, dass der Gruppensieg verpasst wurde, es beim letzten Match in der Allianz-Arena  gegen Atletico Madrid nur noch um die goldene Ananas geht. „Jetzt verliert Bayern schon in Russland“, titelte „Bild“ auf Seite eins und ließ auf Seite 13 eine Drohung für Trainer Ancelotti folgen: „Carlo, jetzt wird´s frostig“. Marc Janko  darf  mit dem FC Basel  nach der Nullnummer in Sofia gegen  Ludogorez Rasgrad auf keinen Fall daheim gegen Arsenal verlieren, um nächstes Jahr in der Europa League weiter spielen zu können. Denn beim direkten Vergleich  liegt Rasgrad (noch auswärts gegen Paris St.Germain) auf Grund des Auswärtstors beim 1:1 in Basel vorne. Der „Blick“ forderte vor dem 0:0 von Trainer Urs Fischer vergeblich, Janko und Elfenbeinküste-Stürmer Doumbia gemeinsam einzusetzen: Janko kam erst im Finish für Doumbia.

Eine starke Botschaft kam schon Dienstag von den Fans des FC Kopenhagen mit einem Transparent  beim 0:0 gegen Porto im Tella Parken mit einem Transparent gegen die von der  UEFA-Exekutive beschlossene Reform der Champions League ab 2018 zu Gunsten der Topligen.  Unter eine Emblem der UEFA mit ihren Prinzipien Fair Play und Respekt stand die Forderung nach Fair Play und Respekt für alle Klubs und nicht nur für die von der UEFA gewählten. Das wären bereits 16 von 32 in der Gruppenphase.  „Das ist exakt unsere Botschaft“ meinte Georg Pangl, der österreichische Generalsekretär des Verbands der 32 europäischen Ligen, „das sollte in Serienproduktion gehen, auch  bei den letzten Heimspielen von Rapid und Salzburg im Dezember zu sehen sein.“ Denn auch Österreich zählt zu den durch die Reform benachteiligten Nationen. Der Aufsichtsrat der Ligavereinigung beschloss Anfang der Woche in Frankfurt, Juristen einzuschalten:“Die UEFA zeigt keine Bereitschaft zur Kooperation, also prüfen wir, welche erfolgversprechende Möglichkeiten es gibt, die Reform bei den  EU-Behörden in Brüssel zu bekämpfen. Wir werden sie finden“, kündigte Pangl an. Es gehe darum, die Wettbewerbsfähigkeit innerhalb der Ligen einigermaßen zu erhalten: „Die Schere zwischen arm und reich darf nicht noch größer werden.“

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