Fußball

Tabellenführer Hasenhüttl fordert besseren Guerilla-Fußball

Freitag Abend kehrt Uli Hoeneß im Münchner Audi Dome offiziell ins Amt des Präsidenten von Bayern zurück. Nach zweijähriger Pause. Er will nur noch dreimal pro Woche in seinem Büro vor Ort sein, möchte mehr Bayern-Blut im Verein, plant noch  mehr verdiente Spieler einzugliedern. Würde auch in Österreich manchem Verein gut tun, wenn er das zumindest versucht. Das Ungewöhnliche, das Hoeneß beim Comeback vorfindet: Bayern ist nicht Tabellenführer,sondern erster Leipzig-Jäger. 90 Minuten nach Beginn der Jahreshauptversammlung in München ist Anpfiff zum Aufsteigerduell in Freiburg, bei dem  RB Leipzig Platz eins und den Dreipunktevorsprung verteidigt. Was sich für Leipzigs Trainer aus der Steiermark, Ralph Hasenhüttl, alles veränderte, seit der 49jährige den Klub aus Sachsen am vergangenen Freitag erstmals an die Bundesliga-Spitze führte? „Wir haben in ein Wespennest gestochen“, bemerkte er lachend, weil noch mehr Kamera-Teams und Journalisten ans Vorzeige-Trainingsgelände kamen. Auch aus Österreich.

In der Aufstiegssaison hat Leipzig ohne Hasenhüttl, mit dem jetzigen Sportchef Ralf Rangnick auf der Trainerbank, in Freiburg verloren. Allerdings auf Schnee. Der liegt derzeit im Schwarzwald noch nicht. Beim Tabellenführer Leipzig stehen  neun Aufstiegshelden in der Stammelf, bei Freiburg einer mehr. Beide Klubs beschäftigen je  zwölf Legionäre, aber andere Zahlen zeigen, dass es sich beim Aufsteigerduell um ein ungleiches handelt: Gehaltsetat bei Leipzig mit 30 Millionen Euro um sechs höher  als bei Freiburg, Leipzig gab für Transfers 50 Millionen aus, nahm nichts ein. Freiburg investierte nur 9,85 Millionen in Neuerwerbungen, verdiente durch Verkäufe 5,15. Leipzigs Kader hat einen Marktwert von  81,78 Millionen, Freiburg von 45,65. Leipzigs teuerster Spieler, der Schwede Emil Forsberg, verdient pro Saison 2,7 Millionen netto, bei Freiburg  ist Stürmer Nils Petersen mit einer Million der Topverdiener.  Nur in der Rangliste der Sympathiewerte ist Freiburg laut Universität Braunschweig sehr, seht weit vorne: Zweiter. Da scheint Leipzig erst auf Rang 36 auf.

Deutschlands Rekordteamspieler Lothar Matthäus nannte Leipzigs aggressives Pressing diese Woche „Guerilla-Fussball“, mit dem mindestens der Sprung in die Champions League gelingen werde – auch das Trainerduell in Freiburg verspricht viel Action. Normal flackern die Augen des ebenfalls 49jährigen Christian Streich noch mehr als bei Hasenhüttl, tigert er auch noch mehr durch die Coaching Zone. Die Leipziger Fans träumen schon vom Showdown in der letzten Runde der Saison am 20.Mai 2017 in der Red Bull-Arena gegen die Bayern um die Meisterschale, aber Hasenhüttl weiß: „Die Form halten wird uns nicht reichen. Wir müssen besser werden und immer mehr Fortschritte  erreichen.“ Die ersten Lerneffekte machen ihn optimistisch, dass der Guerilla-Fußball künftig noch besser funktioniert: „Unser einziges Ziel ist es, Lösungen für die täglichen Herausforderungen zu finden.“ Elf Runden gelang dies sehr gut – auch in der zwölften am Abend vor dem Besuch von Hasenhüttl im ZDF-Sportstudio? „Uns macht eine Mischung aus Mentalität, Glück und fußballerischer Qualität so stark“ behauptete der bei Hasenhüttl  gesetzte Landsmann Marcel Sabitzer. Österreichs Teamspieler machte seit dem Aufstieg noch einen Sorung nach vorne. Der Vertrag von Landsmann Stefan Ilsanker soll bald verlängert werden. Der von Sabitzer läuft ohnehin bis 2021.

 

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