Fußball

Eine Erfindung für Roger Schmidt: Trainer-Manager

52 Punkte werden nach Meinung von Kölns Kulttrainer aus Wien, Peter Stöger, mindestens notwendig sein, um die Qualifikation zur Europa League zu schaffen. Da fehlen Köln aus den ausstehenden 18 Partien 27 Punkte oder neun Siege: „Die Schwierigkeit ist, das  wir alles noch mal so gut machen müssen wie bisher- oder sogar noch besser.“ Da steht Kölns Nachbar vom anderen Rheinufer, Bayer Leverkusen, mit dem Österreicher-Trio Julian Baumgartlinger, Aleksandr Dragovic und Ramazan Özcan schon Sonntag daheim gegen Hertha BSC Berlin noch mehr unter Druck:  Vier Punkte weniger als Köln und dazu zählt nicht Platz sechs und die Europa League als Erfolg, sondern nur Platz vier und die Chance auf die Champions League, in der Leverkusen im Achtelfinale auf Atletico Madrid  treffen wird. Leverkusen  hat neun Pukte Rckstand auf den Vierten Eintracht Frankfurt.  Damit es  im Frühjahr besser klappt als in dem auch durch einige vergebene Elfmeter verpatzten Herbst, ließen sich Sportdirektor Rudi Völler und Manager Jonas Boldt eine Erfindung einfallen: Einen Trainer-Manager!

Diese Position wurde  geschaffen, um den nicht mehr unumstrittenen Ex-Salzburg-Trainer Roger Schmidt auf der Kommandobrücke  zu unterstützen. Man hört, dass er auch in der Mannschaft, in der Kevin Kampl, sein slowenischer Schützling aus Salzburger Zeiten, als seine große Bezugsperson gilt, mit seinem Führungsstil aneckt, für schlechte Stimmung sorgt. Daher musste ein Vertrauter, Athletik-Trainer Oliver Bartlett, den Schmidt  aus Salzburg mitgenommen hatte, gehen. Statt ihm kam der  neue Trainer-Manager, den  es so noch nie gab. Engagiert dafür wurde der ehemalige Mediendirektor des Hamburger  SV namens Jens Wolf. So soll das funktionieren: Beim morgendlichen Meeting bespricht er den Tagesablauf mit dem Trainer, übermittelt ihm den Status der Verletzten, die Reha-Maßnahmen.  Die Informationen sammelt Wolf vorher und legt sie dann Schmidt vor.  Der muss nur noch über Änderungen entscheiden. So soll ihm mehr  Zeit für Vorbereitung auf Spiel und Training, Taktikpläne, Gesprächen mit Spielern bleiben.  Wer mit Schmidt reden will, muss sich zuerst an Wolf wenden.

So soll  erneut die Champions League erreicht werden. Wolf genießt das volle Veertrauen von  Schmidt,  der entscheiden durfte, wer den neuen Job kriegt. Schmidt bekommt vom Trainer-Manager auch Rückmeldungen auf sein Auftreten in den Medien, den Hinweis auf mögliche Probleme und mögliche Lösungen für neue Projekte. Wird interessant, wie sich die Innovation auswirkt. Denn das Leverkusen als Neunter unter Wert platziert ist, steht ausser Diskussion: „Wir waren auch im Herbst oft besser als die Ergebnisse“ glaubte Dragovic, für den die Winter-Vorbereitung etwas Neues brauchte: Die erste unter Schmidt, weitere Angewöhnung an das von ihm geforderte extreme Gegenpressing, nur neun Tage Trainingslager  in Florida und nicht, wie es Dragovic in seiner Kiew-Zeit gewohnt war, wochenlang in Spanien. Im letzten Testspiel kam er in der Innenverteidigung neben Kapitän Toprak zum Einsatz. Ob das auch  gegen Hertha BSC Berlin so bleibt, oder Dragovic vielleicht mit Tah spielt oder auf die Bank muss, verriet Schmidt bisher nicht. Das liegt nachwievor alllein in seiner Kompetenz. Nicht in der des neuen Trainer-Managers.

 

Foto: © FOTObyHOFER/CHRISTIAN HOFER.

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