Fußball

Eisern Trimbo: Ein Mann für Marcel Koller?

Mit 30 darf man sich ja noch Aufstiegsträume erfüllen. Dafür lebt Christopher Trimmel derzeit „eisern“ bei Union Berlin. Der ging auch Freitag Abend beim Kultderby in Hamburg am Millerntor in Kieznähe gegen St. Pauli weiter. Dort gewannen die „Eisernen“ erstmals in ihrer Klubgeschichte, womit sie in der zweiten Liga erstmals seit 15 Jahren  fünf Siege hintereinander feiern konnten, auf jeden Fall die beste Mannschaft der  Rückrunde blieben. „Wenn man so weit oben steht, dann will man da nicht mehr weg, das große Ziel schaffen. Sonst ist man enttäuscht“, gestand Trimmel in der Siegesfreude. Mit ihm jubelte auch der um vier Jahre ältere Emanuel Pogatetz. Wenn man den Innenverteidiger braucht, dann kann man sich weiterhin auf ihn verlassen. Philipp Hosiner, dessen Vertrag bis 2019 läuft, kam in Hamburg beim historischen Sieg nicht zum Zug. Das kann sich aber beim nächsten Heimspiel gegen den 1.FC Nürnberg Montag in einer Woche wieder ändern. Bis dahin wird im Stadion an der Alten Försterei ein neuer Rasen verlegt. Kostet 160.000 Euro. Alles für den Aufstieg.

Der wäre für den  Kultklub ein absoluter Quantensprung. In der zweien Liga liegt das Budget derzeit um die 35 Millionen Euro, in der ersten wären 80  möglich. Weil 2017/18 der neue TV-Vertrag greift, der den Klubs der ersten und zweiten Liga 1,2 Milliarden Euro, derzeit sind es noch 673 Millionen, in die Kassen spült. In der zweiten Liga kassiert Union rund neun Millionen  TV-Gelder, nach dem Aufstieg könnte man 40 erwarten. Ebenso einen Mitgliederboom: „Wir wollen in der Tabellen oben bleiben, müssen das beweisen. Das ist die Herausforderung“, behauptete Helmut Schulte, der Sportchef mit Rapid-Vergangenheit. Für ihn war der Sieg in Hamburg wegen seiner Vergangenheit als Trainer bei St.Pauli, mit dem der Aufstieg in die erste Liga gelang, und Sportchef besonders emotionell.

Mit „Trimbo“ redet Schulte derzeit über die Verlängerung des auslaufenden Vertrages. Trimmel hat seinen Spitznamen aus der Zeit bei Rapid, die 2014 endete, mit nach Köpenick genommen. Der Burgenländer aus Oberpullendorf  zählt zu den  grossen Gewinnern dieses Jahres, sein Konkurrent im Kampf um die Position des rechten Verteidigers hat resigniert, übersiedelt nächste Saison zu Kaiserslautern. Gegen St. Pauli bereitete  Trimmel mit einer Flanke das zweite Tor vor. „Uns sagt niemand, dass der Aufstieg ein Muss ist. Aber er ist unser größter Wunsch“, versichert Trimmel, „so ist die Mission Aufstieg voll im Rollen“. Seine Leistungen würden dafür sprechen, Dienstag im  Kader von Österreichs Teamchef Marcel Koller für die WM-Qualifikation gege Moldawien zu stehen.  Mögliche Argumente des Schweizers dagegen:  Er müsse auch an die Zukunft denken. Trimmel ist  schon 30, kenne noch nicht die Spielphilosophie des Teams. Und ausserdem  gäbe es zwischen internationalem Niveau und zweiter Liga doch Unterschiede.

Union Berlins  Rückstand auf Tabellenführer VfB Stuttgart beträgt nur noch zwei Punkte, der Vorsprung auf den Dritten Hannover 96 (1:0 gegen 1860 München durch das 13. Saisontor von Martin Harnik) weiter zwei. Sollte gegen Nürnberg der  sechste Sieg hintereinander geschafft werden,  wäre das ein neuer Klubrekord. „Wer mit solchen Resultaten nicht zufrieden ist, der muss verrückt sein“,  sagt Trainer Jens Keller, mit dem  vor Jahren Österreichs Ex-Teamkapitän  Christian Fuchs bei Schalke nicht die besten Erfahrungen gemacht hatte. Kellers Programm, um  oben dran zu bleiben: „Nicht zuviel quatschen, sondern weiter arbeiten“.

 

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