Fußball

Ernüchternde Jahresbilanz von Demir: Nur einmal über die volle Distanz

Wieder neue Spekulationen in spanischen Gazetten um Yusuf Demir. Der FC Barcelona soll Rapid aufgefordert haben, die Kaufverpflichtung um zehn Millionen Euro bei zehn Einsätzen aus dem bis Juni 2022 laufenden Leihvertrag zu streichen. Demir hält derzeit bei neun Einsätzen. Ob dies wirklich aus finanziellen Gründen passiert? Bei einem Verein mit mehr als einer Milliarde Schulden spielen zehn Millionen auf oder ab eigentlich keine Rolle. In Wahrheit müssten Demir und seine Berater alles daran setzen, das Kapitel Barcelona fünf Monate nach der  Einigung mit Präsidenten Juan Laporta (Bild oben) zu beenden. Mit dem Wechsel hat sich Demir zwar einen Traum erfüllt, aber das war es dann auch schon. In Wahrheit verlief das ganze Jahr 2021 für den 18 jöhrigen nicht gut, vielleicht sogar ernüchternd, brachte trotz Barcelona-Transfer keinen Fortschritt, eher das Gegenteil.  Denn er bestritt nur ein einziges Spiel über die volle Distanz. Das war am 12. Mai bei der 0:2-Niederlage von Rapid in Salzburg.

Zur Startelf gehörte Demir in zwölf Monaten insgesamt nur neunmal. Je dreimal sowohl bei Barcelona (zweimal in der La Liga, als noch Ronald Koeman der Trainer war, einmal in der Champions League unter Xavi) als auch bei Rapid und in Österreich U 21. Ansonst kam er als Joker von der Bank. Eigentlich ein Wahnsinn für ein Talent wie Demir, der in dieser Phase seiner Karriere nichts mehr braucht als regelmäßige Spielpraxis. Bei Barcelona wird er die nicht kriegen. Sondern das Gefühl haben, links liegen gelassen zu werden. Und das setzt ihm doch zu, wie man am letzten Einsatz in Österreichs U 21 gegen Kroatien im November sah.

Die vernünfigste Lösung für Demir heißt Rückkehr zu Rapid, dort Fuß fassen, wieder zu sich finden und abwarten, ob es im Sommer wieder Interesse an ihm gibt. Jetzt in die deutsche Bundesliga zu wechseln, wie in Spanien spekuliert wird, würde wenig Sinn machen. Denn bei Borussia Dortmund oder Leverkusen auf der Bank zu sitzen bringt für seine Entwicklung genauso wenig wie bei Barcelona. Bei Rapid bestünde doch die realistische Hoffnung, dass er unter Ferdinand Feldhofer zu mehr Spielpraxis kommt als im letzten Frühjahr bei Didi Kühbauer.

 

Foto: FC Barcelona.

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