Fußball

Erster Doppelpack von Schaub – aber Lindner war der Beste

Dritter Sieg für den Ex-Austrianer Heinz Lindner im dritten Duell gegen den Ex-Rapidler Louis Schaub in der  Schweizer Super League: Schaub gelang zwar gegen Lindner sein erster Doppelpack für den FC Luzern, aber am Ende jubelte Lindner über einen 4:3 (3:1)-Auswärtssieg im ersten Match nach dem Trainerwechsel. Der Schweizer Ex-Internationale Ciriaco Sforza, der Nachfolger von Österreichs früherem Teamchef Marcel Koller, musste nach einer Negativserie mit nur drei Siegen, aber sechs Niederlagen in 13 Runden gehen, Co-Trainer Patrick Rahmen übernahm mit Assistent Ogi Zaric, einem Tiroler und sorgte für den ersten Basler Sieg seit 13. März. Ohne Lindners Reaktionen wäre der nicht möglich gewesen. Deshalb wählte ihn der „Blick“ auch zum besten Spieler dieser mitreißenden Partie. Lindner zeigte damit im Kampf der Teamtorhüter um einen Platz im Aufgebot für die Europameisterschaft wie so oft in den letzten Wochen trotz Basels Tief auf. Daher hatte Schaub trotz starkem Auftritt das Nachsehen. Er kam in 27 Partien auf 17 Scorerpunkte. Acht Tore und neun Assists. Eine gute Bilanz, Gegen Basel traf er bei den vier Niederlagen in vier Saisonduellen dreimal: Erstmals beim 2:3 im Oktober, als Lindner noch nicht die Nummer eins bei Basel war, sondern der Serbe Dorde Nikolic, beim 1:2 ging Schaub einen Tag vor Weihnachten bereits gegen Lindner leer aus. Im März erzielte er beim 1:4 im Baseler St. Jakob-Stadion gegen Lindner den Ausgleich zum 1:1, Samstag gelang sogar der Doppelpack. Aber nicht der erste Punktegewinn gegen Basel.

Schaub eröffnete schon nach drei Minuten durch einen sehenswerten Schlenzer mit links den Torreigen, Doch zwischen der 14. und 22. Minute drehte  Basel mit drei Toren das Spiel total, hätte bis zur Pause auch höher führen können. Vor allem der kosovarische Nationalspieler Edon Zhegrova spielte auf, erzielte zwei  Tore. Bei Sforza war er zuletzt nicht erste Wahl. Nach 52  Minuten zögerte Lindner Basels Anschlusstreffer hinaus, als er einen Foulelfmeter mit den Füßen (Bild oben) abwehrte.  Das Anschlusstor kam doch, bei einem Stangenschuss wäre Lindners Künste vergeblich gewesen. Dann gab´s noch einen Elfmeter für  Luzern. Diesmal schoss Schaub, traf wuchtig in die Mitte. Lindner hatte sich für die Ecke links vom Schützen entschieden. Luzern gab sich nicht mit einem Punkt zufrieden, wollte den Sieg, kassierte aber in der 54. Minute das 3:4 durch den Brasilianer Artur Cabral.

Bitter für Schaub Aber bei Luzern hält die Qualität der Defensive nicht mit dem der Offensive mit. Das zeigt das Torverhältnis von 49:49. Nur Meister Young Boys Bern schoss mehr Tore, nämlich 51, keine andere Mannschaft kassierte so viele Treffer wie Luzern. Daher reicht es nur zu Rang acht in der Zehnerliga,  sechs Punkte vor dem Schlusslicht Sion, punktegleich mit dem FC Vaduz) m Relegationsplatz.  Schon Dienstag geht es für Schaub weiter: Im Viertelfinale des Cups bei Lugano, derzeit in der Super League hinter Young Boys und vor Basel auf Platz zwei. Basel scheiterte im Cupachtelfinale blamabel an Zweitligist Winterthur mit 2:6. Mit ein Grund für das Ende von Sforza. Das letzte Ziel heißt Platz zwei erobern. Aber bei Basel zählt nur der Meistertitel.

 

 

Foto: FC Basel.

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