Fußball

Muhr und Suchard – geht es so bei Austria nach Stöger weiter?

Rund drei Stunden nach der Ankündigung von Peter Stöger via „Sky“, nach der Saison bei Austria aufzuhören, meldete sich auch die Austria. Mit einer Klarstellung zur Zukunft von Peter Stöger. Die man sich auch hätte sparen können. Vor allem den Hinweis, dass man von Stöger erwarte, bis zum letzten Tag mit vollem Einsatz die sportlichen Ziele zu verfolgen. Aus der sprach nur der Ärger  von Präsident Frank Hensel, dass Stöger nicht wie Freitag abgesprochen bis Mitte nächster Woche mit der Bekanntgabe seines Rückzugs wartete, sondern bereits in Hartberg redete. Wo AG-Vorstand Markus Kraetschmer gemeinsam mit Insignia-Vertreter Aleksandar Bursac auf der Tribüne saß. Die Geschäftsführer der neuen Vermarktungsgesellschaft müssten schon langsam liefern, sprich Sponsoren bringen. Warum die Austria unbedingt bis Mitte der  Woche warten wollte, liegt auf der Hand: Dienstag gibt der Senat fünf der Bundesliga bekannt, wie unter Vorstand Alexander Schwärzler über die Lizenzansuchen der Klubs entschieden wurde. Viele glauben, dass dies für Austria unangenehmen werden könnte.

Es fiel schon im März bei der Präsentation von Insignia als strategischer Partner auf, dass General Manager Stöger dabei fehlte. Als über die Champions League geredet wurde. Dabei war Stöger zumindest in der letzten Saison in alle Verhandlugnen mit möglichen Geldgebern und über Stundungen der Verbindlichkeiten eingebunden, obwohl dies eigentlich gar nicht zu den Aufgaben eines Sportvorstands gehört hätte. Aber als der Abschuss mit Insignia in den VIP-Räumlichkeiten der Generali-Arena präsentiert wurde, fehlte Stöger. Da standen Hensel, Kraetschmer sowie für Insignia Luka Sur und Bursac auf der  Bühne. Kann durchaus sein, dass Realist Stöger nicht dabei sein wollte wenn über die Königsklasse geredet wurde, weil er doch die wahren Verhältnisse kannte.  Die gar nicht zu hochtrabeneden Zielen passten.

Wie könnte die Zukunft nach Stöger  in der kommenden Saison aussehen? Die Devise wird sparen heißen.  Das Budget für die Mannschaft soll oder muss, wie man hört, um die Hälfte reduziert werden. Und der finanzielle Aspekt wird auch die Suche nach Sportchef und Trainer bestimmen. Es sieht sehr nach Ralf Muhr und Harald Suchard aus. Muhr arbeitet bereits seit 1993 bei der Austria. Zunächst Nachwuchsleiter, dann Chef der Akademie, zwischen 2018 und 2020 zunächst nach Wunsch von Kraetschmer an der Seite von Franz Wohlfahrt technischer Direktor, nach der Beurlaubung von Wohlfahrt Sportchef. Als Stöger kam, wurde er Leiter der Lizenzspielerabteilung, der sich um organisatorische Angelegenheiten kümmerte. Sein laufender Vertrag wurde nicht gekündigt. Ex-Admira-Spieler Suchard (Bild oben) arbeitete in den Akademien von Admira und Rapid, kam 2019 zu den Young Violets in die zweite Liga. Violette Insider erzählen, dass der 47 jährige Burgenländer im Dezember auf der  Wunschliste von Ried stand, Austria ihn aber nur für 100.000 Euro Ablöse aus dem Vertrag aussteigen hätte lassen. Suchard  akzeptierte dies. Weil ihm angeblich zugesichert wurde, dass die Trainerwahl auf ihn fallen wird, falls Stöger gehen sollte. Das passierte. An den Personalentscheidung werden Kraetschmer, der neue Vorstand Gerhard Krisch, Hensel und die Insignia-Vertreter beteiligt sein.

 

Foto: Bildagentur Zolles/Werner Widhalm.

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