Fußball

Für Millionenregen muss Österreich bei WM ins Achtelfinale! Algerien gewann 3:0

Rund um die Auslosung zur Fußball-WM 2026 redete FIFA-Boss Gianni Infantino viel. Auch darüber, dass die FIFA so viel Geld an die Teilnehmer ausschüttet wie noch nie, nämlich 556 Millionen Euro. Gesamt gesehen stimmt das, weil es erstmals 48 Teilnehmer, 16 mehr als bei der letzten WM in Katar, gibt. In Wahrheit ist das Startgeld mit 8,94 Millionen Euro sogar etwas geringer als bei der letzten Europameisterschaft (9,25 Millionen). Dazu gibt es anders bei der WM keine Prämien für Siege und Unentschieden, kommt der Aufenthalt im Teamcamp Malibu viel teurer als der vor 2024 in Berlin. Damit der ÖFB auf einen ähnlich hohen Gewinn wie bei der Europameisterschaft (12,75 Millionen durch Startgeld und Prämien) kommt, muss Ralf Rangnick (Bild) sein Team bis ins Achtelfinale bringen. So sieht die Rechnung von Geschäftsführer Bernhard Neuhold aus. Das könnte aber eine Mission impossible  werden, wenn Österreich in seiner Gruppe mit Weltmeister Argentinien, Jordanien und Algerien Platz zwei belegt und Europameister Spanien, der Erste der Weltrangliste, seine Gruppe gegen Uruguay- Saudi-Arabien und Kap Verde gewinnt. Dann trifft Österreich im Sechzehntelfinale in Los Angeles nach Spanien. Für Rangnick gab es letzte Woche noch eine gute Nachricht: Max Wöber, vor zwei Wochen erstmals Vater geworden, gehörte nach monatelanger Verletzungspause erstmals wieder zum Kader von Werder Bremen, saß beim 0:0 in Augsburg auf der Bank.

WM-Gegner Algerien fertigte bei seinem ersten Spiel im Afrika-Cup den Sudan 3:0 (1:0) ab. Das 1:0  erzielte in Rabat Altstar Riyad Mahrez schon nach zwei Minuten, das 2:0 nach einer Stunde. Zum Endstand traf in der 85. Minute  der eingewechselte 20 jährige Ibrahim Maza, Legionär bei Bayer Leverkusen. Im Tor stand Luca Zidane, der Sohn des früheren französischen Weltstars. Der Sudan spielte ab der 39. Minute nur noch mit zehn Mann. Zwei algerische Treffer fielen also gegen einen dezimierten Gegner. Groß ist bisher die Nachfrage der Fanklubs von Österreichs  Nationalmannschaft nach Karten für die Gruppenspiele gegen Jordanien in San Francisco, Argentinien in Dallas und Algerien in Kansas City. Dafür werden sie tief in die Tasche greifen müssen. Denn das Kontingent der Billigkarten um 60 Dollar oder 51 Euro ist sehr begrenzt. Die anderen Kategorien kosten gegen Argentinien 595, 425 und 225 Euro, gegen Jordanien und Algerien „nur“ 382, 323 und 119 Euro. Wem die Preise gegen Argentinien egal sind, weil man Lionel Messi live spielen sehen will, der könnte Pech haben. Denn Messi hat noch nicht entschieden, ob er knapp vor dem 39. Geburtstag seine sechste WM bestreiten wird. Macht dies von seiner körperlichen Verfassung abhängig.

Foto: Fresh Focus/Toto Marti.

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