Fußball

Gegen Ried werden Torhüter zum „Zauberer“! Lustenau wahrte Aufstiegschance

Zum Auftakt der 27. Bundesligarunde gab es in der Qualifikationsgruppe beim Duell der Verfolger von Altach zwischen dem GAK und Ried keinen Sieger. Das 1:1 (0:0) verdanken die Grazer in erster Linie dem im Winter vom FC Genua als Leihgabe geholten Torhüter Franz Stolz. Ried hatte ein deutliches Chancenplus, traf zweimal nur die Stange. Sky-Experte Werner Gregoritsch lobt Stolz für seine Top-Leistung: „Ich habe schon lange keinen Tormann gesehen, der die Chancen so gut gehalten hat und immer richtig gestanden ist. Er ist einer der Väter dieses Unentschiedens. Als Gregoritsch noch Österreichs U-21-Teamchef war, kam Stolz einmal bei ihm zum Einsatz.

Entgegen dem Spielverlauf ging der GAK kurz nach der Pause durch den elften Saisontreffer von Ramiz Harakate in Führung.  Immer, wenn der Franzose (Bild oben) traf, gab es danach keine Niederlage Für Harakate könnte der GAK noch  gutes Geld bekommen, sein Vertrag läuft noch zwei Jahre bis 2028. Ried kam nur zum Ausgleich, als der 1,98 Meter große Innenverteidiger Niki Havenaar nach einem Freistoß per Kopf traf. Am Ende war Glück dabei, dass es keine Niederlage gab. Denn in letzter Minute ging ein Schuss von Murat Satin aus der eigenen Hälfte nur knapp am leeren Rieder Tor vorbei. Trainer Max Senft gefiel in Ballbesitz ein „echt inspirierender Fußball“ – und das im unteren Play-off, mit einem frühen Gegentor in der zweiten Hälfte. Es passierte uns schon zum zweiten Mal hintereinander, dass der Gegner einen Zauberer im Tor hat!“ So wie Freitag Stolz in Graz eine Runde zuvor Nikolas Polster, der Wolfsberg das 0:0 gegen die Innviertler rettete. Polsters Topform wird auch am Samstag beim Kellerduell gegen den Letzten Blau-Weiß Linz gefragt sein. Wolfsbergs vierter Trainer in dieser Saison, Thomas Silberberger, glaubt, nach zwei Wochen Amtszeit ein Problem seiner Mannschaft erkannt zu haben: „Sie trainieren gut, können aber nicht mit Druck umgehen!“ Polster schon.

In der zweiten Liga festigte Tabellenführer Austria Lustenau mit einem 3:0 (1:0) im Reichshofstadion gegen Rapid II vor den letzten vier Runden seine Aufstiegschancen. Es sieht danach aus, als sollte Trainer Markus Mader Lustenau zum zweiten Mal nach 2022 in die Bundesliga führen können. St. Pölten kann Sonntag mit einem Sieg gegen Liefering bis auf einen Punkt an die Vorarlberger herankommen, das Duell „prolongieren“.  Admira ist nach dem 0:0 in der Südstadt gegen die Vienna endgültig aus dem Rennen – sechs Punkte Rückstand auf Lustenau.

Foto: Gepa/Admira.

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