Fußball

Gijon in München ist für Kovac und Hütter keine Option

Erstmals seit zehn Jahren wird der Titelkampf in der deutschen Bundesliga erst in der letzten Runde entschieden. Bayern München braucht Samstag Nachmittag daheim gegen Eintracht Frankfurt ein Unentschieden, dann wäre auch bei einem Sieg von Borussia Dortmund bei Mönchengladbach der siebente Meistertitel hintereinander auf Grund der besseren Tordifferenz perfekt. Ein Punkt würde auch Frankfurt, dem Ex-Klub von Kovac, mit dem er letzte Saison das Cupfinale gegen Bayern gewonnen hatte, reichen, um in die Europa League kommen. Daraus aber die Gefahr von „Gijon in München“ zu konstruieren, wäre fast abwegig. Gijon blieb als ein Skandal in der Geschichte der Fußball-WM in Erinnerung, weil dort 1982 Deutschland und Österreich praktisch mit der deutschen Führung das Spielen einstellten, weil das 1:0 beiden zum Weiterkommen reichte, Das ist aber 27 Jahre danach i München keine Option. Das können sich beide nicht erlauben. Beide Trainer dachten ohnehin keine Sekunde daran.

Kovac war in seiner jungen Trainerkarriere noch nie Meister. Für ihn geht es um den Premierentitel und auch ums seinen Job trotz Vertrag bis 2021. Die Laune bei ihm war nicht war in den letzten Tagen nicht so gut wie vor wenigen Wochen beim Besuch von Rapids Tormanntrainer Helge Payer  (Bild oben). Denn Vorstandschef Karlheinz Rummenigge und zuletzt auch Sportchef Hasan Salihamidzic ließen offen, ob Kovac selbst bei einem Double, wenn auf den Meistertitel eine Woche später der Cupsieg gegen RB Leipzig folgen sollte, im Amt bleibt. Zu sehr auf Defensive eingestellt, zu wenige Lösungen für die Offensive parat, so sollen die Bedenken gegen ihn lauten, den neuen FC Bayern aufbauen zu können. Präsident Uli Hoeneß trat zuletzt in der Öffentlichkeit nicht mehr so für den 47jährigen ein wie zuvor. Weil die Führungsetage Kovac demontiert, sah sich der bekannte TV-Experte Marcel Reif bemüssigt, via „Bild“ den Umgang von Hoeneß und Rummenigge mit Kovac als an der Grenzen des Unanständigen anzuprangern. Der Trainer bezeichnete seine erste Saison bei Bayern als“sehr lehrreich. Weil er viel miterlebt und gelernt habe, wie schwierig es ist, Mensch zu bleiben.

David Alaba hatte noch nie Probleme mit Kovac: „Beide Titel zusammen wären perfekt“, meinte der Linksverteidiger. Sein siebenter Meistertitel wäre für ihn auch eine Premiere, weil es sein erstes Meisterstück wäre, das daheim in der Allianz-Arena gelingt. Ob Frankfurt nach fünf sieglosen Runden im 50.Pflichtspiel dieser Saison noch so viel Substanz haben werden, einen Punkt zu erkämpfen? 54 Punkte holten die Eintracht bislang noch nie seit Einführung der Drei-Punkte-Regel 1995. Zwischen Platz vier, der Champions League-Qualifikation, der besten Platzierung seit 1994 (damals Fünfter) und acht, dem kompletten Europa-Aus,ist alles möglich. Es ist der Ehrgeiz von Hütter, auch in München auf Sieg zu spielen. Nach den kräfteraubenden englischen Wochen mit Europa League schottete er die Spieler ab, gab es kein öffentliches Training mehr: „Wir werden entsprechend mutig nach vorne agieren. Haben gegen Chelsea gezeigt, gegen eine  Weltklassemannschaft bestehen zu können.“ Hinteregger ist überzeugt, noch einmal alles reinwerfen zu können: „Wir haben unsere Körper wieder in Schwung gebracht.“ Unabhängig vom Ausgang wird sich das Budget der Mannschaft für nächste Saison auf knapp über 60 Millionen erhöhen – Vereinsrekord! Der serbische Torjäger Luka Jovic dürfte sein letztes Spiel bestreiten. Angeblich ist der Vertrag ei Rea Madrid unterschriftsreif.

Auf eine Gladbacher Heimniederlage gegen Dortmund spekuliert auch Österreichs Teamkapitän Julian Baumgartlinger mit Leverkusen. Dann würde schon ein Punkt bei Hertha BSC Belrin und Valentino Lazaro reichen, um in die Champions League zu kommen. Frankfurt kann mit einer Niederlage aus den Europa League-Plätzen purzeln, wenn  Wolfsburg daheim mi Ex-LASK-Tormann Pavao Prvan zum Abschied von Trainer Bruno Labbadia daheim Augsburg schlägt und Hoffenheim mit Florian Grillitsch in Mainz gewinnt. Aber selbst dann, würde intern bei Eintracht keiner Hütter in Frage stellen. Da hat er es besser als sein Freund Kovac in München.

Foto: Facebook.

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