Fußball

Glasner gegen Conte: Nur der Sieg zählt! Sky-Comeback von Stranzl

Nach zwei Spieltagen der Champions League gilt Englands Meister Manchester City mit einer Quote von 3,00 als Topfavorit. Es hat viel mit der Person des Ex-Salzburg-Torjägers Erling Haaland zu tun, dass viele daran glauben, dass Trainerstar Pep Guardiola 2023, zwölf Jahre nach seinem Triumph mit FC Barcelona in Wembley gegen Manchester United, erstmals wieder den Henkelpott der Königsklasse in die Höhe halten kann. 2021 war er mit den Citizens im Endspiel, verlor das aber in Porto gegen Chelsea 0:1. Damals war aber Haaland noch bei Borussia Dortmund. Jetzt stellte er in seinen ersten 11 Spielen für Manchester City, in denen er 17 Tore erzielte, gleich sieben neue Rekorde in der Premier League auf.  Unter anderem erzielte noch nie einer in seinen ersten acht Spielen 14 Tore, darunter drei Dreierpacks, alle in drei Heimspielen hintereinander. Den bisherigen Rekord hielt Ex-Liverpool-Star Michael Owen mit drei Dreierpacks in 48 Spielen, Haaland brauchte nur acht. Der Norweger ist zudem der jüngste Spieler, der auf fünf Torbeteiligungen in einem Match kam. Auf drei Tore und zwei Assists am Sonntag beim 6:3 von Manchester City im Stadtderby gegen United. Der 22 jährige ist der Erste, dem dies im Manchester-Duell gelang.

Hinter Manchester City folgen in der tipp3-Rangliste Paris St. Germain (Quote 6,00), Bayern München (6.50), Liverpool (8,50) und Titelverteidiger Real Madrid (11,00), der Sonntag in Spaniens La Liga erstmals in dieser Saison keinen Sieg feierte. Weil Karim Benzema beim Comeback gegen Osasuna einen Elfmeter vergab, gab es nur ein 1:1, ging die Tabellenführung an Barcelona wegen der schlechteren Tordifferenz verloren. Barcelona verteidigt in der Champions League Dienstag Abend in Mailand gegen Inter Platz zwei in der Gruppe hinter Bayern. Inter leidet unter den Nachwirkungen der 1:2-Heimniederlage gegen AS Roma in der Serie A, liegt derzeit nur auf Platz neun. Daher gilt Trainer Filipe Inzaghi als angezählt. Mit der Quote 12,00 liegt Barcelona in der Champions League-Favoritenliste auf Rang sechs. Vor Tottenham Hotspurs (20,00), dem Gegner von Eintracht Frankfurt und seinem österreichischen Trainertrio am Dienstag Abend.

Als Oliver Glasner vor zwei Wochen mit seinen Assistenten Michael Angerschmied und Ronnie Brunmayr bei der Bruno-Gala der Spielervereinigung im Wiener Globe-Theatre den Ehrenpreis für  den Sieg mit Frankfurt in der Europa League erhielt (Bild oben), lag ihr erster Sieg in der Champions League, das 1:0 bei Olympique Marseille, erst wenige Tage zurück. Schon damals wusste Glasner: „Wenn wir in der Champions League überwintern wollen, dann müssen wir gegen Tottenham punkten. Und das ist eine Riesenherausforderung.“  Der Grund für diese Rechnung ist die 0:3-Heimpleite zum Start gegen Sporting Lissabon: „Den direkten Vergleich mit Sporting noch für uns zu entscheiden, wird nicht mehr gelingen“, weiß Glasner. Daher zählt für ihn in seinem ersten Duell gegen Tottenham und seinen italienischen Trainerstar Antonio Conte eigentlich nur der Sieg. So groß das Offensivpotenzial der Spurs, derzeit Dritter der Premier League, auch ist, mit dem sie in Frankfurt aufkreuzen. Mit Torjäger Harry Kane, dem Südkoreaner Heung Min Son, dem Brasilianer Richarlison, dem Kroaten Ivan Perisic, Uruguay-Legionär Rodrigo Betancur. Da kommt schon eine geballte Ladung von Klasse und Power auf Frankfurt zu. Glasner studierte Tottenhams 1:3 im London-Derby gegen Arsenal am Samstag, will so wie die „Kanoniere“ im 4-3-3 beginnen. 50.000 Fans werden Glasners Truppe pushen, Weltmeister Mario Götze fehlt allerdings wegen einer Knöchelverletzung.

Frankfurts Quote als Champions League-Sieger beträgt 250,0, ist nich höher als die von Red Bull Salzburg (200,0). Alle Dienstag-Spiele sind bei Sky Austria zu sehen. Im Münchener Studio sitzen als Experten Andi Herzog und Martin Stranzl, der damit sein Comeback bei Sky feiert, erstmals in dieser Saison im Einsatz sein wird.  Ein Indiz, dass sein Einstieg ins Präsidium von Borussia Mönchengladbach noch etwas auf sich warten lässt.

Foto: VdF.

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