Fußball

Haaland hat nach Super-Comeback große Lust auf die Bayern

Auch der deutschen Bundesliga drohen bis Jahresende Geisterspiele ohne Zuschauer. Sicher in Bayern, wie Ministerpräsident Markus Söder ankündigte. In Nordrhein-Westfalen darf es nicht mehr volle Tribünen wie letzten Samstag mit 50.000 Zuschauern beim 4:1 des 1. FC Köln im Rheinderby gegen Mönchengladbach geben. Darum stornierte Borussia Dortmund drei Tage vor dem Spitzenduell gegen Bayern München am Samstag den Ticketverkauf. Alle Käufer bekommen ihr Geld zurück. Laut letztem Stand dürfen statt 67.000 Fans nur 26.000 im Stadion sein, wenn der Zweite Dortmund versucht, Bayern von der Spitze zu stürzen. Hoffnung macht dabei vor allem  das Super-Comeback von Ex-Salzburg-Torjäger Erling Haaland am vergangenen Samstag beim 3:1 in Wolfsburg. Der 21 jährige Norweger hat große Lust auf die Bayern, gegen die er in fünf Anläufen noch nicht gewonnen hat, was ihn sehr nervt.

Ohne den verletzten Haaland flog Dortmund vor einer Woche in Lissabon aus der Champions League. Es schien, als sollte er wegen Hüftbeuger-Probleme im rechten Oberschenkel in diesem Jahr nicht mehr spielen. Dortmunds Trainer Marco Rose ließ vor zwei Wochen aus Salzburg den Sportwissenschaftler Franz Leberbauer einfliegen, den er in seiner Zeit bei Österreichs Topklub schätzen lernte. Leberbauer untersuchte Haaland, versprach, ihn innerhalb einer Woche so weit hinzubekommen, dass er ins Mannschaftstraining einsteigen kann. Rose gab sein Okay, aber bei Topstars bestimmen nicht mehr die Klubs oder die Trainer, wer sie behandelt, sondern sie selbst.  Haaland bestand darauf, bei seinem holländischen Wunderheiler oder Geheim-Trainer John Haddad zu bleiben. Mit dem er im Comeback-Camp in Marbella war, danach in Dortmund arbeitete. Daher flog Leberbauer ohne Haaland wieder nach Salzburg zurück.

Der bärtige Haddad, ein Biomechaniker und Bewegungstherapeut, nennt sich selbst „Reparateur“. Er reparierte Haalands Hüftbeuger so gut, dass er überraschend nach 41 Tagen Pause in Wolfsburg wieder dabei war. Für einen Kurzeinsatz. Nach 73 Minuten eingewechselt, sieben Minuten später erzielte er Dortmunds dritten Treffer. Haaland bringt den Mitspielern Energie, ist der Unterschiedsspieler. Mit ihm holte Dortmund 2,5 Punkte pro Spiel, ohne ihn nur 1,7. Jetzt ist die Frage, ob Rose die Naturgewalt Haaland gegen Bayern von Beginn an loslässt oder wieder von der Bank. Insgesamt traf er bisher im Dortmund-Dress alle 81 Minuten, als Joker alle 23.

Bei Bayern wird sicher Joshua Kimmich fehlen, der nach einem positiven Corona-Test noch in Quarantäne ist. Er war bei Bayerns letzten fünf Siegen gegen Dortmund zweimal der entscheidende Mann. Ohne Kimmich holt Bayern weniger Punkte (2,0 statt 2,4 im Schnitt) und schießt weniger Tore (2;2 statt 3,2 im Schnitt). Dazu steht hinter Leon Goretzka wegen einer  Hüftverletzung ein Fragezeichen.

 

Foto: Borussia Dortmund.

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