Fußball

Herzog ist live dabei: Salzburg braucht die dritte Sternstunde

Mittwoch kann ein großer Red Bull-Abend werden: Wenn RB  Leipzig mit Marcel Sabitzer und Konrad Laimer mit einem Heimsieg gegen Benfica Lissabon den Aufstieg ins Achtelfinale der Königsklasse fixiert, wenn Red Bull Salzburg bei Belgiens Meister Genk nicht verliert und damit in Europa überwintert. Dazu braucht Österreichs Meister seine dritte Champions League- Sternstunde innerhalb von drei Monaten.  Wie beim 6:2-Heimsieg gegen Genk im September, das die höchste Europacupniederlage der Belgier seit 2011 bedeutete, oder in der zweiten Hälfte beim 3:4 gegen den FC Liverpool an der Anfield Road.  Natürlich wird Erling Haaland, unabhängig von allen gewagten Transferspekulationen, wieder im Mittelpunkt stehen: Wird der 19 jährige Norweger gegen Genk nochmals zur Torbestie wie bei seinem Debüt in der Champions League? Drei Tore in einer Hälfte erzielt bisher kein anderer Spieler in der Königsklasse.

Belgien war in den letzten neun Jahren nicht unbedingt ein guter Boden für die Salzburger. Kapitän Andreas Ulmer war da immer dabei. Im Februar 2010 im UEFA-Cup-Achtelfinale  in der Ära von Huub Stevens bei Standard Lüttich durch zwei Tore von Marc Janko 2:0 geführt, am Ende aber 3:2 verloren, wobei für Standard  zweimal der jetzige Dortmund-Star Axel Witsel traf. Dreieinhalb Jahre später lief es in der Ära von Roger Schmidt in der Gruppenphase besser, gelang in Lüttich ein 3:1-Sieg. Vor acht Monaten verlor Salzburg unter Marco Rose in der Runde der letzten 32 der Nations League  beim FC Brügge nach dem Führung durch Zlatko Junuzovic noch im Finish unnötig 1:2 (0:1), schaffte aber daheim den Aufstieg.  Was wird Mittwoch Abend folgen? „Wir sind bereit“, versicherte Trainer Jesse Marsch, der bei der Einserfrage eher zum Brasilianer Carlos Coronel als zum Comeback von Cican Stankovic nach nur drei Tagen Training tendiert. Ohne damit den Nummer eins-Status von Stankovic in Frage stellen zu wollen.

Es könnte Mittwoch Abend  zu vier „Länderduellen“ kommen. Zwischen Dänen, Norwegern, Ghanesen und Japanern. Die Dänen sind Genks Innenverteidiger Joakim Mehle und Salzburgs Rechtsverteidiger Ramus Kristensen. Im Juni hatten gemeinsam bei der U 21-Europameisterschaft in Udine für Dänemark gegen Österreich gespielt, Maehle erzielte beim 3:1 zwei Tore. Dir Norweger sind Genks Mittelfeldspieler Sandar Berge und Haaland,  die Ghanesen  Joseph Paintsil und Salzburgs Mittelfeldspieler Majeed Ashimeru, der nicht in der Startelf stehen dürfte, die japanischen Offensivwaffen bei Genk Junya Ito, bei Salzburg Takumi Minamino. Ein Match also, das durchaus seine Reize hat.

Genk gewann von seinen letzten vier Heimspielen in der Jupiter League nur eines, hat nach 15 Runden 14 Punkte weniger als in der letzten Saison, wartet auf seinen ersten Heimsieg in der Gruppenphase der Champions League überhaupt. Der bei sechzehn Versuchen nicht gelang, Das passierte keiner anderen Mannschaft im laufenden Bewerb.  Der Referee kommt aus Finnland: Der 41jährige Mattias Gestranius pfeift sein drittes Match in der Königsklasse. Mit einer österreichischen Mannschaft kam er bisher nur einmal in Berührung, als er 2016 in Klagenfurt Österreichs 2:1 gegen Malta in einem EM-Vorbereitungsspiel leitete. Weil das Match in Genk so wichtig für Salzburg ist, lässt „Sky“ einen prominenten Kommentator einfliegen: Andi Herzog, Israels Teamchef aus Wien, ist live in der Luminus Arena vor Ort.

Foto: Red Bull Salzburg.

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