Fußball

Hütter und Hinteregger sorgen für Ärger bei Leipzig! Glasner ist bedient

Adi Hütter hat mit Eintracht Frankfurt die Winterpause gut genützt. Daher spielt Eintracht Frankfurt wieder so, wie man es zu guten Zeiten von Salzburgs Europa League Gegner gewohnt war: Am Ende  jubelte Martin Hinteregger (Bild oben) über das 2:0 (0:0) gegen Tabellenführer RB Leipzig, bei dem der Kärntner Innenverteidiger das erste Tor vorbereitete. Gegen Spitzenmannschaften spielt Hütters Truppe offenbar immer gut: Siege über Bayern, Leipzig und Leverkusen gegen Borussia Dortmund nicht verloren: „Ich btn stolz auf die Mannschaft, weil sie taktisch so diszipliniert spielt und schnell die Umstellung auf die Viererabwehr geschafft hat“, gab sich Hütter nachher gewohnt sachlich und bescheiden. In Wahrheit muss der Trainer in der Pause den richtigen Ton in der Kabine gefunden haben, um seine bis dahin krass unterlegene Mannschaft aufzurütteln. In der zweiten Hälfte zeigt sie ein völlig anderes Gesicht. Speziell nach der Führung, bei der  Hinteregger bei einem Outeinwurf unerwartet ganz vorne auftauchte. Den Ball an der Toroutlinie clever verteidigte, dann überlegt in den Rückraum zum frei stehenden Franzosen Almamy Toure spielte. Der mit einem Knaller die Führung erzielte. Sein erstes Saisontor  war Frankfurts erste Torchance in diesem Spiel. Leipzig kam dem Ausgleich nie wirklich nahe, auch wenn das 2:0 erst in der 94.Minute fiel. Auch Kapitän Marcel Sabitzer und der nach 66 Minuten ausgetauschte Konrad Laimer konnten keine Akzente setzen, Hinteregger war Samstag Nachmittag in Frankfurt der beste Österreicher.

Hütters Mannschaft sorgte für Leipzigs erste Niederlage seit 26. Oktober, dem 1:2 in Freiburg, oder nach neun Runden mit 25 Punkten. Und für mächtig Ärger bei Trainer Julian Nagelsmann, der nach dem ersten Saisonspiel, in dem seine Truppe kein Tor erzielte, bei „Sky“  in einer Frustrede seine Verlierer nicht schonte. Ganz im Gegenteil. Zunächst behauptete er, nicht die bessere Mannschaft habe gewonnen, seine Spieler seien zu schlampig gewesen um klare Chancen herauszuspielen: „Wenn ich vor dem Gipfel stehe, dann muss ich wissen, ob ich hinauf zum Gipfelkreuz will oder vorher abbiege, um gemütlich etwas zu essen und trinken. Wir haben nicht die Qualität von Bayern und Borussia Dortmund, müssen daher jede Minute im Training besser nützen. Aber wenn ich bei uns letzten Mittwoch das interne Spiel elf gegen elf sah, waren wir weit von einer Spitzenmannschaft entfernt, sah ich nicht, dass sie dafür brennen, um Meister zu werden“. Starker Tobak., wenn ein Trainer eine im Prinzip erfolgreiche Mannschaft, die noch auf drei Hochzeiten tanzt, so runter macht. Nagelsmann sah darin kein Problem: „Ich bin geholt worden, um die letzten Prozent herauszukitzeln. Da gehört das einfach dazu.“ Vor dem Spiel deutete er übrigens an, dass über den von ihm hart kritisierten Wunsch des Ex-Salzburgers Hannes Wolf, verliehen zu werden, das letzte Wort noch nicht gesprochen ist: „Abwarten, was die nächste Woche bringt.“

Bayern nützte die Chance, die sich durch den Sieg von Hütter und Hinteregger bot, fertigte am Abend Schalke eindrucksvoll 5:0 (2:0) ab. Ein Spitzenspiel war es nicht, weil Schalke dafür zu desolat war.  Ein Fehler des 22 jährigen Torhüters Markus Schubert leitete nach einer Viertelstunde nicht nur das 21.Saisontor von Robert Lewandowski, sondern auch Debakel ein, bei dem Michael Gregoritsch total unterging, kein Gegner auf Augenhöhe für Landsmann David Alaba war. Es war aber für ihn geradezu unmöglich, bei dieser totalen Unterlegenheit ähnlich positiv aufzufallen wie beim Debüt eine Runde zuvor.  Alaba  spielte in Bayerns Abwehrzentrum souverän wie immer. Für Gregoritsch war der Arbeitstag nach 57 Minuten, kurz vor Bayerns 4:0, beendet. Alessandro Schöpf und Guido Burgstaller blieb auf der Bank diese Demütigung erspart. Bayern liegt nur noch einen Punkt hinter Leipzig, Mönchengladbach kam ohne den gesperrten Stefan Lainer durch ein 3:1 (1:1) gegen Mainz nach 0:1 auf zwei Punkte an Leipzig heran. Bei Gladbachs 2:1-Führung kam der „Mainz-Ösi“ Karim Onisiwo zweimal dem Ausgleich sehr nahe. Dortmund liegt nur noch vier Punkte hinter Leipzig zurück.  Also viel Spannung. Nächsten Samstag gibt´s das Spitzenspiel Leipzig gegen Gladbach. Wird interessant, welche Auswirkung Nagelsmanns Strafpredigt bei den Bullen zeigen wird.

Ähnlich bedient wie Nagelsmann war Samstag auch Oliver Glasner. Nur blieb der zweite Österreichische Trainer in der Bundesliga nach seiner dritten Niederlage hintereinander mit Wolfsburg, dem 1:2 (0:0) gegen Hertha BSC Berlin, im Rahmen, als er feststellte: „Wir machen defensiv zu viele Fehler!“ Wolfsburg führte sechs Minuten 1:0, kassierte dann das dritte Tor in zwei Spielen nach einem Eckball zum 1:1 und das zweite Tor in letzter Minute. Nach acht Runden war Wolfsburg noch Zweiter, liegt nach 19 nur mehr auf Rang zehn. Weil in diesen elf Partien nur acht Punkte geholt wurden. Das sind im Schnitt pro Spiel nur 0,72. Dann wird man eben durchgereicht. Wolfsburgs Sportvorstand Jörg Schmadtke: „Wir sind in einer prekären Situation auf die wir bisher nicht die richtigen Antworten fanden.“ Davon war Samstag bei Christopher Trimmel, dem österreichischen Kapitän von Union Berlin, nicht die Rede. Ganz im Gegenteil. Mit dem 2:0 (0:0) gegen Augsburg gelang in der traditionell ausverkauften  Alten Försterei dem Aufsteiger wieder ein Schritt Richtung Klassenerhalt, auch wenn Schlusslicht Paderborn überraschend auswärts das Sensationsteam Freburg (ohne Philipp Lienhart) 2:0 bezwang. Union Berlin hat acht Punkte Vorsprung auf die zwei Abstiegsplätze. Das Führungstor fiel nach einem Eckball von Trimmel.

 

 

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Foto: RB Leipzig.

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