Eishockey

Im Weltmeisterland Finnland steht Österreichs Team noch immer hoch im Kurs

Im Land von Weltmeister und Olympiasieger Finnland steht Österreichs Eishockeyteam seit der WM in Tampere hoch im Kurs. Anders ist es nicht zu erklären, dass der historische 2:1-Sieg über Tschechien vom 17. Mai drei Wochen später nochmals im finnischen TV als Wiederholung komplett gezeigt wurde. Dass Freitag Nachmittag das Duell zwischen Tshekki und Ittavälta (das ist Österreich auf finnisch) am Programm stand, kann man durchaus als sensationell bezeichnen. In der Heimat ist das Husarenstück hingegen praktisch bereits vergessen. Da versuchte man hingegen im Verbandspräsidium Stimmung gegen die Vertragsverlängerung von Roger Bader als Team-und Sportchef zu machen, wie die  „Kleine Zeitung“ berichtete. Ohne Angaben von Quellen. Es war dies der Wiener Verbandspräsident Andreas Ösze, der vor zwei Jahren die Revolution an der Verbandsspitze, die Ablöse von Präsident Gernot Mittendorfer angezettelt hatte. Zur Belohnung kooptierte Mittendorfers Nachfolger Klaus Hartmann Ösze ins Präsidium. Hartmann dementiere zwar im gleichen Medium, an Baders Ablöse zu denken. Aber so lang die Vertragsverlängerung mit dem Schweizer nicht offiziell wird, fehlt einem nach den bisherigen Erfahrungen der Ära Hartmann der Glauben daran.

Vor eineinhalb Wochen brachten Verband und die ICE-League den neuen Kooperationsvertrag über die Bühne. Demnach müssen bei den acht österreichischen Klubs der 14 er-Liga (Meister Red Bull Salzburg, die Vienna Capitals, Villach, KAC, die Grazer 99 ers, die Linzer Black Wings, die Innsbrucker Haie  und Neuling Pioneers Vorarlberg) in jeder Partie zwölf Spieler dabei sein, die für Österreichs Nationalteam spielberechtigt sind. Zwei davon unter 24 Jahren. Vertraglich festgelegt wurde auch eine zweiwöchige Vorbereitungszeit des Teams auf ihr erste Spiel bei der WM 2023 in Tampere. Denn es gab tatsächlich Bestrebungen aus der Liga, diese Zeit zu verkürzen. Der Wortführer war Vizepräsident Franz Kalla von den Vienna Capitals. Beweist, dass einige noch immer nicht begriffen haben, dass die Nationalmannschaft das Aushängeschild von Österreichs Eishockey ist, nicht die ICE League. Die Vorbereitung auf die WM dauerte heuer zwei Wochen länger, war mit Sicherheit ein Grund für Österreichs beste WM-Vorstellung seit 18 Jahren.

In Österreich sind die Vienna Capitals gut am Transfermarkt unterwegs.  Trainer Dave Barr bleibt, ebenso Kapitän Mario Fischer und Teamverteidiger Dominic Hackl. Mit dem 29 jährigen Nico Brunner, der einen Wechsel nach Wien einer zehnten Saison in Villach vorzog, und dem letzte Saison bei Meister Salzburg mit einer Knieverletzung ausgefallen 26 jährigen Layne Viveiros kamen noch zwei dazu. In dem 28 jährigen, 1,83 Meter großen Kanadier Marcus Power glauben die Wiener einer Center gefunden zu haben, der im Schnitt pro Match für einen Scorerpunkt gut ist. Der Klub von Ligapräsident Jochen Pildner-Steinburg, die Grazer 99ers, vertraut einem neuen Sportchef und Trainer aus Schweden. Das ist in Personalunion Johan Penneborn, der vom Spitzenklub Färjestad kam.

Foto: IIHF.

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