Fußball

Im zweiten Anlauf hat es Heraf geschafft: Trainer bei Ried! Schock bei Salzburg

Fünfter Trainerwechsel in der Bundesliga, schon der zweite bei Aufsteiger Ried: Miron Muslic, erst im Winter für eine fünfstellige Ablöse vom Wiener Zweitligisten FAC geholt, musste bereits nach zehn Spielen gehen. Nach keinem Sieg, nur drei Punkten und vier erzielten Toren kein Wunder. Zudem überforderte Muslic fast alle, weil er ständig seine Meinung änderte.  Der erst vor zwei Wochen als Co-Trainer geholte Ex-Internationale Andreas Heraf folgt auf Chef Muslic, was viele von Beginn an prophezeiten. Herafs zweiter Versuch, diesen Job in Ried zu bekommen, war von Erfolg gekrönt. Jetzt muss der 53 jährige Ex-Internationale mit Ried den Klassenerhalt sichern, sonst wird auch seine Zeit im Innviertel vorbei sein.

Heraf, als Spieler mit Rapid Meister, Cupsieger und im Europacupfinale, bei der  WM 1998 dabei, versuchte schon vor 15 Jahren, in der Bundesliga als Trainer Fuß zu fassen. Das Kapitel Pasching dauerte aber nur zwei Monate, dann löste ihn Didi  Constantini ab. Zwei Jahre später holte ihn der damalige ÖFB-Sportchef Willi Ruttensteiner als Nachwuchstrainer. Das blieb Heraf neun Jahre, kam in dieser Zeit zweimal mit der U 20 zur Weltmeisterschaft (2011 in Kolumbien, 2017 in Neuseeland), was zweifelsohne einen großen Erfolg bedeutete. Neuseeland reizte ihn danach. Im August 2017 übersiedelte er mit Sack und Pack, wurde Sportdirektor und dann Damen-Teamchef. Nach elf Monaten war er wieder in Wien. Nach schweren Vorwürfen, unter anderem aus dem Damen-Team, wurde er weg gemobbt. Im Wiener „Sky-Studio“ erzählte er in „Talk und Tore“ (Bild  oben) von einer total ausländerfeindlichen Stimmung: „Einige Zeitungen haben mich mit Adolf Hitler verglichen“.

Von Dezember 2018 bis Mai 2019 trainierte er den Zweitligisten FAC, zwei Monate später bekam er in Ried den Job als Assistent von Gerald Baumgartner, der  Trainer und Sportchef in Personalunion war. Mit Ried gelang der  Aufstieg. Aber in der Bundesliga war Heraf nicht mehr dabei. Im Rieder Umfeld erzählte man, er habe den Aufstand gegen Baumgartner versucht, probiert, die Spieler auf seine Seite zu ziehen, scheiterte aber mit dem „Putsch“. Baumgartner blieb, aber nur bis Dezember. Ried erwartete mehr als  drei Siege und ein Unentschieden in elf Runden. Einen der Siege holte Ried gegen Rapid mit Interimstrainer Gerhard Schweitzer, als Baumgartner wegen einer Lungenentzündung nicht zur Verfügung stand. Viele erwarteten Heimo Pfeifenberger als Nachfolger, aber Muslic bekam den Zuschlag und nach neun sieglosen Spielen Heraf als Assistent. Der kam, sah und meldete sich nach seinem „Debüt“ beim 1:2 in Altach beim wahren Rieder Chef, Vorstandsmitglied Roland Daxl.

Berichtete von schlechter Stimmung und davon, dass Muslic alle seine Vorschläge zurückgewiesen habe. Also handelte Daxl. Geschäftsführer Rainer Wöllinger und der unerfahrene Sportchef Wolfgang Fiala hatten keine Chance, Muslic zu retten. Soferne sie das überhaupt wollten. Die Chronologie der Trainerwechsel: Nach Runde eins bei Admira von Zvonimir Soldo auf Damir Buric, nach elf kam das Ende für Baumgartner. Ende Februar handelte Altach, ersetzte den Holländer Alex Pastoor durch Damir Canadi. Dann folgte Ferdinand Feldhofers Ende in Wolfsberg mit dem Wechsel zu Roman Stary, der beim Debüt in Ried gewann. Mit ein Grund für das rasche Ende von Muslic.

Keine Trainer-Probleme hat wenige Kilometer von Ried entfernt Meister Salzburg. Aber seit Donnerstag ein anderes. Durch einen längerfristigen Ausfall mit schwerer Verletzung. Beim 7:0 (4:0) im Testspiel gegen Vorwärts Steyr im Trainingszentrum Taxham riss bei  Defensivspieler Albert Vallci die linke Achillessehne. Damit fällt er mehrere Monate aus. Zweifelsohne ein kleiner Schock.

 

 

Foto: Sky Austria.

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