Fußball

In drei Jahren Hasenhüttl hat Southampton den dritten Besitzer

Seit 6. Dezember 2018 ist Ralph Hasenhüttl Trainer beim FC Southampton. In drei Jahren und einem Monat mit dem Grazer haben die „Saints“ seit Dienstag den dritten Besitzer. Als Hasenhüttl seine Mission begann, die „Saints“ vor dem Abstieg zu retten, gehörte der Klub zu 80 Prozent dem chinesischen Investor Gao Jisheng und zu 20 Prozent Katharina Liebherr, der Enkelin des legendären Schweizer Unternehmers, der ein Milliardenunternehmen aufbaute. Liebherr hatte den Klub von ihrem 2010 verstorbenen Vater geerbt, im Sommer 2017 ihn zu 80 Prozent an  Gao Jisheng verkauft, der dafür 220 Millionen Euro bezahlte.  Als Geschäftsführer fungierte der vom Eishockey her bestens bekannte Ralph Krueger, dem Liebherr vertraute. Im Mai 2019 kehrte Krueger ins Eishockey-Business zurück, statt ihm kam Martin Semmens. Gao Sheng suchte bereits seit  zwei Jahren einen Käufer für seine Anteile, fand ihn mit Sport Republic. Eine Investmentfirma mit Sitz in London, die sich im Sport und in der Unterhaltungsbranche engagiert.

Sport Republic wurde von zwei Dänen, von Henrik Kraft und Rasmus Ankersen, gegründet. Der ist Geschäftsführer und kennt sich auch in der Fußballszene aus: Er gehörte zur Chefetage von Brentford, als dem Klub aus dem Westen Londons der Aufstieg in der Premier League. Zudem war er in seiner Heimat der Boss beim FC Midtylland, als der Klub dreimal dänischer Meister wurde und 2020 die Qualifikation für die Champions League schaffte. Der Leading Investor, sprich der große Geldgeber, ist der serbische TV-Mogul Dragan Solak. Martin Semmens, Kruegers Nachfolger, bleibt unter den neuen Besitzern im Amt. Semmens führte auch die Verhandlung mit Sport Republic. Er erwartet in der neuen Konstellation einen Schritt nach vorne.

Southampton „lebte“ finanziell jahrelang durch die Verkäufe des Ex-Salzburgers Sadio Mane (2016) und von Virgil van Dijk (2018) an Liverpool, die zusammen 125 Millionen Euro brachten. Bisher verfolgte Southampton die Philosopie, Talente aus der eigenen Akademie, zu forcieren. Teure Transfers im Stile der Spitzenklubs waren finanziell nicht zu stemmen. Wird sich das jetzt ändern? Hasenhüttls Vertrag läuft bis 2024.  Ob es bis dahin wieder einen neuen Besitzer geben wird?  Die nächsten Aufgaben für Southampton: Samstag im FA-Cup bei Swansea, dem 16. der Championship, der zweiten Liga, Dienstag das erste Spiel in der Premier League unter den neuen Mehrheitsbesitzern. Ausgerechnet gegen Brentford.

Foto: FC Southampton.

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