Fußball

In Graz hat Salzburg noch eine Rechnung offen

Drei Tage nach dem umjubelten Aufstieg ins Achtelfinale der Europa League kann Meister Red Bull Salzburg schon für das nächste Highlight sorgen. Ausgerechnet in Graz, an der Stätte der einzigen Niederlage in dieser Saison. Das 0:1 gegen Sturm am 27. August 2017 ist Trainer Marco Rose noch immer ein kleiner Dorn im Auge, obwohl die Revanche im Oktober mit einem 5:0 in Wals-Siezenheim sehr  deutlich ausfiel. Aber das einzige Tor in Graz ärgert Trainer Marco Rose sowie Alexander Walke, den Kapitän im Tor (Bild) bis heute. Weil es durch einen Ballverlust von Valon Berisha entstand,  dann die Abseitstellung eines Sturm-Spielers (Sandi Lovric) übersehen wurde, ehe Deni Alar bei brütender Hitze traf. Ansonst hätte der Titelverteidiger kein Match in dieser Saison verloren.

Heute kann Sturm bereits alles klar für den fünften Meistertitel hintereinander, den neunten in den letzten elf Jahren machen: Ein Sieg würde zehn Punkte Vorsprung auf die Grazer bringen. Unmöglich bei dem Niveau der Salzburger, den in den letzten zwölf Runden der Saison noch zu vergeigen. Anfang Februar vor der ersten Runde in diesem Jahr führte Sturm noch mit einem Punkt Vorsprung, aber jetzt sind es vor dem Spitzenduell sieben Rückstand, da unter Franco Fodas Nachfolger Heiko Vogel in drei Spielen kein Sieg, nur ein Unentschieden gelang. Heute besteht die Chance, Salzburg die erste Niederlage nach 18 Runden zuzufügen, damit wieder auf vier Punkte heranzukommen, wieder für etwas Spannung zu sorgen, die Vorgaben von Sportchef Günter Kreissl, bis zuletzt um alle Titel mitzuspielen zu erfüllen. Vogel setzte unter der Woche ein Trainingsspiel gegen Kalsdorf an, um den Winterkäufen Jakob Jantscher und Bright Edomwonyi Spielpraxis zu geben. Beide erzielten beim 4:0 je ein Tor. Nicht mehr bei Sturm ist der Norweger Martin Ovenstad: Verliehen in seine Heimat an Stabaek. In einem Graz bei Sturm kam der 23jährige Mittelfeldspieler nie richtig in Schwung.

„Es kann alles rasch auch wider in die andere Richtung kippen. So läuft das eben im Fußball“, warnte Rose. Dortmunds Trainer Peter Stöger schickt einen Scout zum Spitzenspiel, um den Europa League-Gegner erstmals genau zu analysieren. Er will Salzburgs nächstes Heimspiel gegen Rapid beobachten. Samstag musste der Wiener in deutschen Medien keine guten Kritiken zum Europa League-Auftritt seiner Mannschaft lesen. Die Wortkreation Borussia Duselmund sagt genug. Seine starke Bilanz mit nur einer Niederlage in elf Spielen wird zwar anerkannt, aber zugleich bemängelt, es fehle weiter jegliche Struktur, man sehe kein Konzept und keine Kreativität. Von Glanz-Auftritten, die auf den ersten internationalen Titel seit 1997 hoffen lassen, sei Dortmund noch weit entfernt. Salzburg will dafür sorgen, dass es auch im März dabei bleibt. Dortmund spielt erst Montag Abend in der Bundesliga: Daheim gegen Augsburg mit den Österreichern Kevin Danso, Martin Hinteregger und Michael Gregoritsch. Der Ex-Salzburger Hinteregger dürfte dabei erstmals Augsburg-Kapitän sein.

Foto: FC RB Salzburg Media.

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