Fußball

In Hütteldorf ist vorerst nur das Flutlicht neu: Rapid noch ohne Winterzugang

Kapitän Matthias Seidl ist überzeugt, dass die Winterpause Rapid sehr gutgetan hat. Der Wahrheitsbeweis dafür kann Samstag geliefert werden, wenn in Hütteldorf sozusagen ein neues Licht aufgeht. Bei der Premiere des neuen LED-Flutlichts (Bild) wäre im Duell des Dritten gegen den Vierten Wolfsberg, für das 16.000 Karten verkauft sind, alles andere als ein Sieg eine Enttäuschung. Nach der Erholung und der Vorbereitung nach Plan müsste die Leistung trotz aller „Startprobleme“, die man immer einkalkulieren muss, ähnlich gut sein wie am Ende einer langen Saison beim bisher letzten Heimspiel im Dezember beim 3:0 gegen den FC Kopenhagen. Ohne, dass man neue Spieler in grün-weiß schon sehen wird. Rückkehrer Ercan Kara trainierte erst Freitag zum ersten Mal mit der Mannschaft, Andrija Radulovic, der zweite Neuzugang vom „Deadline Day“ hat noch keine Arbeitsgenehmigung, Ebenso Romeo Amane, der noch dazu verletzt ist, und Innenverteidiger Ange Ahoussou. Der wird aber ohnehin erst „benötigt“, wenn der Franzose Serge Raux-Yao im Sommer verkauft werden sollte.

Die guten Chancen, in der Bundesliga den ersten Titel seit 2008 zu holen und in der Conference League weit zu kommen, haben sich für Sportchef Markus Katzer durch die Transferzeit nicht geändert. „Uns ist sehr viel gelungen“, behauptete er. Den Kader zu optimieren, in der Qualität zu verbreitern. Aber sowohl gegen Wolfsberg als auch eine Woche später im Derby bei der Wiener Austria wird zunächst die Herbstbesetzung gefordert sein. Der mit Guido Burgstaller ein wichtiger Spieler fehlt. Daher muss sich erst zeigen, ob die Zuversicht zu Recht besteht. Anderseits wird es keinen Trainer geben, der zu Saisonbeginn nicht fest davon überzeugt ist, mit seiner Mannschaft gut gerüstet für die bevorstehenden Herausforderungen zu sein. Warum sollte also Robert Klauß nicht an einen Sieg gegen Wolfsberg, an die Titelchance und die Möglichkeit, das Achtelfinale in der Conference League zu überstehen, glauben?

„Rapid ist eine Legende. Und die Legende lebt!“ Das sagt einer mit erfolgreicher Rapid-Vergangenheit, der Samstag als Trainer von Wolfsberg, damit als Gegner, nach Hütteldorf kommt, nämlich Didi Kühbauer. Die Personalfragen bei Rapid: Nenad Cvetkovic steht nach seiner im ersten Vorbereitungsspiel erlittenen Wadenverletzung wieder voll im Training, aber es wird wohl Jakob Schöller mit Raux Yao im Abwehrzentrum beginnen und Nikolaus Wurmbrand die zweite Spitze neben Dion Beljo sein.

Foto: SK Rapid/Widner.

3

Meist gelesen

Nach oben