Fußball

Auf dieser Leistung kann die Austria mehr aufbauen als Sturm Graz

Kein Sieger im Spitzenduell zum Auftakt der Bundesliga. Die Wiener Austria kann mit dem 2:2 (1:1) vor 16.000 Zuschauern in Graz gegen Sturm sicher besser leben als der Tabellenführer, der auch das dritte Saisonduell nicht für sich entscheiden konnte.  Am 25. September gab es auch in Wien ein 2:2, letzten Samstag verlor Sturm daheim das Cupviertelfinale 0:2, Freitag reichte eine zweimalige Führung nicht zu drei Punkten, misslang die Revanche. Es blieb beim Dreipunktevorsprung. Für die Austria gab es schon vor dem Anpfiff ein Erfolgserlebnis: Die Auslosung des Semifinales brachte Heimvorteil gegen Hartberg, die Mannschaft von Ex-Austria-Trainer Manfred Schmid. Das zweite Semifinale heißt LASK gegen Wolfsberg.

Sturm-Trainer Jürgen Säumel bot anders als sechs Tage zuvor mit Neuerwerbung Fally Mayulu eine zweite Spitze auf, die ein Faktor werden sollte. Der andere Stürmer, Seedy Jatta, erzielte nach 29 Minuten die Führung, als Tormann Samuel Sahin Radlinger einen Schuss von Böving nicht festhielt, sondern nur kurz nach vorne abwehrte. Bis dahin kontrollierte Sturm das Geschehen, aber die Reaktion der Austria war beeindruckend. Stangenschuss von Maurice Malone,  Ausgleich nach Flanke von Dominik Fitz durch den Slowenen Nik Prelec per Kopf. Fast hätte ein verunglückter Rettungsversuch von Dimitri Lavalee, der die Latte des eigenen Tores traf, noch vor der Pause die Führung für Austria bedeutet.

Die gelang Sturm nach einer Stunde durch einen, der bis dahin nicht wirklich aufgefallen war. Aber es lag auch an Sahin Radlinger, dass der 18 Meter-Schuss von Böving in Tor ging. Aber die Austria kam nochmals zurück. Dominik Fitz hämmerte einen Elfmeter nach Foul von Niklas Geyrhofer an Malone unter die Latte. Referee Sebastian Gishammer wertete den Zweikampf nicht als Foul, aber VAR Alan Kijas meldete sich. Gishammer sah sich die Szene am TV-Schirm an und zeigte auf den Punkt. Die Austria schien im Finish dem Sieg näher zu sein, daher behuptete nachher Torschütze Fitz (Bild) sogar: „Eigentlich sind wir nicht zufrieden!“ Beim Wiener 2:2 holte die Austria einen 0:2-Pausenrückstand auf, diesmal ein 0:1 und 2:2. Bemerkenswert: Austria ließ erstmals seit 28. September wieder zwei Tore zu, verliert aber auch nicht, wenn der Tormann einen schwächeren Tag erwischt. Im Derby wird Linksverteidiger Matteo Perez-Vinlöf fehlen, weil er die fünfte gelbe Karte bekam. Säumel glaubte, dass Sturm auf dieser Leistung aufbauen kann. Das trifft auf die Austria sicher noch mehr zu.

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