Vorerst scheinen am Transfermarkt Innenverteidiger gefragt zu sein. Red Bull Salzburg bekam für Yannick Schuster und Joane Gadou von Brentford und Borussia Dortmund knapp 40 Millionen, investierte jetzt sieben Millionen in einen 23-jährigen Innenverteidiger vom Zehnten der portugiesischen Liga, Estoril: Den 23 jährigen Kevin Bowe, der in Frankreich geboren wurde, jetzt zehnfacher Teamspieler von Togo in Afrika ist. Salzburgs Sportchef Marcus Mann sieht beim 1,93 Meter großen Bowe viele Qualitäten: Physisch stark, enorm schnell und Erfahrung aus zwei Saisons in der höchsten portugiesischen Liga. Salzburgs neuer Trainer Dany Röhl hat derzeit mit Bowe, dem Japaner Arnie Chase, den Schweden John Mellberg sowie den Deutschen Hendry Blank, Tino Drexler und Leandro Morgalla sechs Innenverteidiger im Kader. Morgalla war an den deutschen Zweitligisten Bochum verliehen, der am Dienstag einen Burgenländer als neuen Innenverteidiger holte: Michael Steinwender, der 2024 Hartberg in Richtung Schweden verließ, nach einer Saison bei Varmeno nach Schottland zu Hearts of Midlothian wechselte. Steinwender bestritt 31 Spiele für Hearts, im letzten verpasste Hearts in Glasgow gegen Celtic den Meistertitel. Bochum zahlte für ihn eine halbe Million, gab ihm einen Dreijahresvertrag.
Vor einem Wechsel steht auch Michael Svoboda, der mit Österreichs Team bei der WM in den USA ist. Brighton, letzte Saison Achter der Premier League, will den Wiener mit WSG-Tirol-Vergangenheit engagieren. Er ist der Wunschkandidat des Deutsch-Schweizer Trainers Fabian Hürzeler als Nachfolger des holländischen Teamspielers Jan Paul von Hecke, den Tottenham um 60 Millionen kaufte. Ein neuer Konkurrent für Kevin Danso bei den Spurs in London. Für Svoboda muss Brighton nur fünf Millionen zahlen. Laut einer Ausstiegsklausel im Vertrag von Svoboda mit dem FC Venezia, dem Aufsteiger in die Serie A, dessen Kapitän er letzte Saison war.
Hartberg ist froh, von Mainz für eine weitere Saison Innenverteidiger Konstantin Schopp auf Leihbasis zu bekommen. Damit kommt es zur seltenen Konstellation, dass ein Vater, in dem Fall Rückkehrer Markus Schopp, seinen Sohn trainiert. Rapid verlieh einen talentierten Innenverteidiger: Der 20-jährige Jakob Brunnhuber, der sich als Stammspieler der zweiten Mannschaft in der zweiten Liga empfahl, kann sich eine Saison beim slowenischen Spitzenteam NK Bravo zeigen.
Foto: RB Salzburg.