Fußball

International hat Sturm Graz noch viel zu lernen! Auch Frust beim LASK

Der Unterschied zwischen Österreichs Bundesliga und der Europa League ist groß. Für Sturm Graz noch viel zu groß. National keine Niederlage seit 23. Juli, seit dem 1:3 gegen Red Bull Salzburg zum Start. International in vier Spielen zwei Niederlagen. Siege in der Qualifikation gegen NS Mura, sus Slowenien, aber danach folgten ein 0:1 in Monaco und Donnerstag das brutale 1:4 (0:1) gegen PSV Eindhoven vor 15.300 Zuschauern, also ausverkauftem Haus, in Liebenau. Daher gestand Kapitän Stefan Hierländer im ORF-Interview: „International haben wir noch viel zu lernen, das müssen wir mitnehmen.“ Es war zwar schon etwas besser, als drei Wochen zuvor bei der Niederlage im Fürstentum, aber nicht gut genug, um Hollands Vizemeister in die Knie zu zwingen. Der gar nicht unantastbar wirkte.

Etwa tiefer als gewohnt stehen, die Möglichkeiten zum Umschalten nützen. So hieß der Matchplan von Trainer Christian Ilzer. In der ersten Hälfte fehlte aber dazu die Aggressivität, Sturm geriet nach einem Eckball in Rückstand. Nach der Pause.zeigten die Grazer zwar ein anderes Gesicht, wirkten nicht mehr so „gebremst“, aber bald kam der erste Tiefschlag. Nach einem Freistoss von Jakob Kantscher nahm Hollands Teamstürmer Codey Gapko im Stafraum die Hände zu Hilfe, stoppte mit einer Art Ringereinlage den zur zweiten Hälfte eingewechselten Andreas Kuen. Weder der ukrainische Referee Evgen Aranovskiy noch Video Assistent Denys Shurman sahen einen Grund zum Eingreifen. Beim Konter von Eindhoven stimmte die sogenannte Restverteidigung der Grazer nicht. Das nütze Eran Zahavi nach perfekter Vorarbeit von Weltmeister Mario Götze zum 0:2. Gegen Österreich trifft der Israeli immer, egal ob gegen das Nationalteam oder gegen einen Klub.

Drei Minuten später kam Sturm doch ins Spiel zurück. Nach einem Freistoß von Jantscher, bei dem der Slowene Ion Gorenc Stankovic die Lufthoheit hatte, das 1:2 köpfte. Das erinnerte an das Stankovic-Tor am vergangenen Sonntag gegen Rapid in Hütteldorf. Danach drängte Sturm auf den Ausgleich, den Otar Kitseihvili  am Kopf hatte. Aber der Georgier scheiterte an Tormann Joel Drommel. In der 74. Minute kam das Ende der Hoffnungen. Wieder nach einem Eckball. Da jubelte der deutsche Linksverteidiger Philippe Max (Bild oben). Er kam völlig frei zum Schuss, der noch abgefälscht wurde, wodurch Sturms Keeper Jörg Siebenhandl keine Chance hatte. Ebenso vier Minuten später, als der Belgier Yorbe Vertessen nach einem Outeinwurf von Philipp Mwene durch das Grazer Abwehrzentrum marschieren konnte. Also fiel drei der vier Eindhoven-Tore nach Standards. Zwei nach Eckbällen, eines nach einem Outeinwurf. Das darf auch gegen eine Mannschaft, die als einer der Favoriten auf den Titel in der Europa League gilt, nicht passieren.  Das erleichterte den Ex-Salzburgern. Trainer Roger Schmidt und Abwehrchef die erfolgreiche Rückkehr nach Österreich. Sturm blieb die einzige Mannschaft der Gruppe ohne Punkt. Real Sociedad, der nächste Gegner, und AS Monaco trennten sich 1:1 (0:1).

Lange Gesichter nicht nur bei Sturm, sondern auch beim LASK. Der zweite Sieg in der Conference League wurde vor einer Geisterkulisse, nicht einmal 1000 Zuschauern im Klagenfurter Wörthersee-Stadion verschenkt. Nur 1:1 (0:0) gegen Maccabi Tel Aviv, weil gleich nach der schnellen Führung durch Sascha Horvath Alexander Schmidt den Sitzer auf der zweite Tor ausließ. Ebenso Thomas Goiginger in der zweiten Hälfte. Die Strafe: Maccabis Ausgleich knapp vor Schluss durch Joker Eden Shamir. Kein Grund zur Freude für Trainer Alexander Wieland, obwohl der LASK unter ihm noch keine Niederlage kassierte.

Foto: PSV Eindhoven.

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