Fußball

Kainz und Modeste sind Kölns Traumduo mit Champions League-Niveau

Letzten Mittwoch machte Florian Kainz mit seinem ungewöhnlich vergebenen Elfmeter, der zum Ausscheiden des 1. FC Köln im Achtelfinale des Pokals gegen den Hamburger SV führte, Schlagzeilen. Weil es bisher nicht passierte, dass einer beim Anlauf wegrutschte, mit dem rechten Fuß den linken traf, von dem der Ball ins Tor flog. Da nur eine Ballberührung regelkonform ist, wurde der Elfer als verschossen gewertet. Vier Tage später  stand Kainz in der Bundesliga beim 2:2 von Köln in Bochum auch wieder im Blickpunkt. Durch einen perfekten Assist zur 2:1-Führung durch Torjäger Anthony Modeste. Kainz eroberte im Mittelfeld den Ball, stand mit dem Rücken zu Bochums Tor, sah nach einer schnellen Drehung, dass Modeste an der Abseitslinie lauerte, legte ihm präzis den Ball auf den Fuß. Der Franzose überhob gekonnt den Tormann.

Dadurch stehen Kainz und Modeste in der Rangliste der effizientesten Duos der Bundesliga auf Rang bei. Besser sind bisher nur Thomas Müller und Robert Lewandowski bei Bayern sowie Florian Wirtz und Torjäger Patrick Schick bei Leverkusen. Dann kommen Kainz und Modeste. Der Grazer leistete zu vier der 13 Treffer von Modeste die Vorarbeit, Müller zu sechs von 23 Lewandowski-Toren, Wirtz ebenfalls zu sechs von 18, die Schick erzielte. Der Kölner Express jubelte über ein Traumduo: „Tor-Garant Modeste hat einen Scoring-Partner auf Champions League-Niveau!  Kainz und Modeste können mit den Allerbesten der Liga mithalten!“

In der Startrunde der Saison lege Modeste das Kainz-Tor beim 3:1 gegen Hertha BSC Berlin auf. Seither ist es umgekehrt: Beide Modeste-Treffer beim 2:2 gegen Union Berlin und einen beim 3:2-Auswärtssieg in Wolfsburg fielen nach Kainz-Vorarbeit. In beiden Spielen traf Modeste nach einem Lattenkracher von Kainz. Für den idealen Pass zu seinem Tor in Bochum bedankte sich Modeste bei „Kainzi“ via Instagram-Story. Der Vertrag von Kainz läuft am Saisonende ab. Die Leistungen sprechen eindeutig für eine Verlängerung, doch da gibt es ein Problem: Die Verluste von 85 Millionen Euro, die Köln infolge von Corona hat. Darum durften im Jänner zwei Innenverteidiger gehen. Am 1. März beginnt mit Christian Keller ein neuer Geschäftsführer, der Jahn Regensburg in die zweite Liga brachte und zu einem der effizientesten Vereine Deutschlands machte. Es soll Pläne zur Installierung einer Gehaltsobergrenze mitbringen. Daher ist Kainz vorerst noch in der Warteschleife.

Foto: 1.FC Köln.

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