Es war ein „Heimspiel“ für Lionel Messi in Miami, bei dem er aber Mühe hatte, mit Argentinien ins Achtelfinale aufzusteigen. Gegen WM-Neuling Kap Verde mit seinem 40-jährigen Tormann Vozinha, das drittkleinste Teilnehmerland aller Zeiten. Und das, obwohl Kapitän Messi auch im achten WM-Spiel hintereinander ein Tor erzielte, für das 1:0 sorgte. Aber Argentinien musste in die Verlängerung, das entscheidende Tor zum 3:2 (2:2, 1:1) war nach 111 Minuten ein unglückliches Eigentor nach einem Eckball von Messi. Nach dem dramatischen WM-Aus machten mehrere Spieler von Kap Verde in der Mixed Zone Fotos mit Messi.
Kap Verde kann auf seinen Abgang bei der WM sicher mehr stolz sein als Österreich. Die Mannschaft von Langzeitteamchef Pedro Leitao Brito, der den Künstlernamen „Bubista“ hat, hielt in ihrem ersten WM-Spiel gegen Europameister Spanien ein 0:0, was Österreich nicht gelang. Und sie holte gegen Argentinien zweimal einen Rückstand auf. Sowohl in der regulären Spielzeit als auch im Nachspiel. Gegen Argentinien schoss Östrreich nur einmal auf das Tor, holte den Rückstand nicht auf. Kap Verde erzielte in der regulären Spielzeit einen Treffer, Österreich keinen. Auch das ist ein Aspekt, über den man nachdenken muss. Eigentlich machte es Kap Verde besser als Österreich.
Die „Kleine Zeitung“ registrierte Samstag bei Ralf Rangnick eine „Verösterreichisierung“, bezog sich dabei auf seine eher gelassenen Reaktionen auf die durchwachsenen WM-Leistungen Österreichs und zum Thema Fitness, bei dem er mehr die Klubs und ihre Spieler in die Pflicht nahm als seine Athletik-Trainer Martin Hämmerle und Gerhard Zallinger. Im Nachhinein weiß man zwar immer alles besser, doch auch die Wahl des Ersatzmanns für den verletzten Christoph Baumgartner erwies sich angesichts der schwachen österreichischen Offensivleistungen nicht als optimal. Dejan Ljubicic zählte so wie die Torhüter Patrick Pentz und Florian Wiegele, die Innenverteidiger David Affengruber und Michael Svoboda (der von Italiens Aufsteiger Venezia in die Premier League zu Brighton wechselt), und Mittelfeldspieler Alessandro Schöpf zu den Spielern, die bei der WM keine Minute zum Einsatz kamen. Vielleicht wäre es doch sinnvoller gewesen, einen mit mehr Offensivqualitäten, der auch dribbeln kann, von der Abrufliste zu holen. Etwa LASK-Kapitän Sascha Horvath.“
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