Fußball

Katzenjammer in Violett! Rapid braucht Offensiv-Rotation

Das peinliche Scheitern der Austria im Cupviertelfinale beim Regionalligaklub GAK, das die violette Ikone Herbert Prohaska in Diensten des ORF live mitverfolgen musste, unterstrich das Tief der Wiener Spitzenklubs. Nicht nur im Vergleich zu Red Bull Salzburg, sondern auch zum LASK. Die Art, wie Samstag beim ungewohnten Mittagstermin im Duell zwischen dem Zweiten und Dritten der Bundesliga die Linzer St.Pölten 6:0 (4:0) abfertigten, innerhalb von elf Minuten die ersten drei Tore erzielten, ließ nicht Gutes für Austrias Meisterschaftsstart beim LASK in Pasching am Freitag erahnen. Und für die Niederösterreicher in diesem desolaten Zustand größere Probleme, unter den ersten sechs zu bleiben. Alle Meldungen, die man zuletzt über das gestörte Verhältnis zwischen Trainer Ranko Popovic und dem Großteil der Spieler hörte, scheinen doch mehr als nur aus der Luft gegriffene Gerüchte zu sein. Vor allem der Angriff der Linzer mit Thomas Goiginger, dem neuen, körperlich starken brasilianischen Mittelstürmer Klauss und dessen Landsmann Joao Victor imponierte. Eigentlich nicht zu glauben, dass er beiden Wiener Klubs in seinen zwei Jahren bei Kapfenberg nicht auffiel. Die Linzer erkannten, welche „Rakete“ in dem 24jährigen steckte.

Bei Austria herrscht seit Freitag Abend Katzenjammer. Trainer Thomas Letsch ist nicht zum ersten Mal „stinkesauer“, Sportchef Ralf Muhr fühlte sich irgendwie als Trottel der Nation. Im klubeigenen Viola-TV gestand er auch, nach solchen Pleiten schaue man „ein bisserl deppert aus der Wäsch“. Bleibt Rapid als letzte Wiener Hoffnung im Uniqa-Cup. Eine Blamage gegen einen steirischen Klub, wie sie dem violetten Erzrivalen passierte, darf es Sonntag Abend in Hütteldorf gegen Hartberg nicht geben. Eine Wiederholung des schlimmen 0:3 aus der Bundesliga am 29.September, als der Aufsteiger Rapid nach allen Regeln der Kunst auskonterte,  wäre eine Katastrophe in Grün-Weiß. Das wissen alle. Auch für die Rapid-Fans wird das Match eine Herausforderung. Kommen ins Allianz-Stadion 12.295 Zuschauer wie Freitag in Graz?

Keine Frage, Rapid braucht eine andere taktische Marschroute und Aufstellung als Donnerstag beim 0:1 gegen Inter. Da darf es keine Spur von Catenaccio mehr geben. Die Devise darf nicht wie gegen Inter heißen, zuerst dagegenhalten und danach kreativ werden, sondern Ballbesitz, Aggressivität und Druck ausüben. Und zwar von Beginn an. Das kündigt Rapids Trainer Didi Kühbauer an, das erwartet auch sein Gegner Markus Schopp, letzte Saison Kühbauers Assistent bei St. Pölten. Keinen Zweifel ließ Kühbauer daran, dass er Umstellungen im Kopf hat, die keinen Qualitätsverlust bedeuten werden.  Rapid braucht im Vergleich zum Donnerstag dringend eine Offensiv-Rotation. Da sind nicht nur Thomas Murg, Christoph Knasmüllner oder Philipp Schobesberger im Rennen, sondern  als vorderste Spitze auch Andrija Pavlovic (Bild oben) oder Deni Alar. Nicht helfen kann die neue Nummer 27. Aliou Badji fehlt noch die Rot-Weiß-Rot-Card zur Arbeitsgenehmigung. Früher klappt auch das bei Rapid besser.

 

Foto: © red_ring_shots.

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