Fußball

Knasmüllner wäre ein Unterschiedsspieler, wenn . . .

2006 spielten sie gemeinsam im Nachwuchs der Austria. Damals galt Christoph Knasmüllner als fast noch größeres Talent als David Alaba. 15 Jahre später präsentierte Real Madrid Alaba als seine neue Hoffnung, freute sich Knasmüllner in Wien über den schönsten Treffer seiner Laufbahn, das erste Tor beim Doppelpack zum 2:1 Rapids gegen Sparta Prag, der Hoffnung machte, in die dritte Runde der Qualifikationsrunde zur Champions League aufzusteigen Zumal Spartas Abwehrchef Ondrej Celustka so wie Dienstag in Hütteldorf auch nächsten Mittwoch in Prag beim Rückspiel verletzt ausfallen dürfte. Aber warum gelang Knasmüllner nicht eine ähnliche Erfolgskarriere wie Alaba in München? Denn auch er wechselte in den Nachwuchs der Bayern. War dort von 2009 bis Jänner 2011, kam nur auf neun Spiele in der U 19. Dann versuchte er es bei Inter Mailand. Nach sieben Monaten und elf Spielen in der „Primavera“ war Schluss. Daraufhin folgten drei praktisch verlorene Jahre bei Ingolstadt. Erst mit der Rückkehr nach Österreich klappte es besser. In der Südstadt bei Admira zwischen Sommer 2014 und Jänner 2018. So gut, dass ihn dann der englische Zweitligist Barnsley verpflichtete. Nach nur drei Spielen in fünf Monaten setzte sich die Erkenntnis durch, dass die Knochenmühle Championship nicht das richtige für ihn ist.

Daher Wechsel zu Rapid, geholt noch von Sportchef Freddy Bickel.  Auch in Grün-Weiß folgten Licht und Schatten. Aber Bickels Nachfolger Zoran Barisic  sah keine bessere Alternative zu ihm, verlängerte heuer den Vertrag um zwei Jahre. Der Doppelpack war ein erstes Dankeschön. Sorgte für viel Gesprächsstoff. Auch bei den Experten von Sky. „Sein herausragendes Talent ist seit Jahren bekannt“, meinte „Königstransfer“  Martin Stranzl, „er wäre ein Unterschiedsspieler, wenn er seine Fähigkeit einmal über die gesamte Distanz eines Spiels abruft, noch besser über eine gesamte Saison.“  Alfred Tatar traut dem 29 jährigen einen großen Schritt nach vorne zu, „wenn er sich nach Leistungen wie gegen Sparta Prag nicht wie bisher ausruht, sondern versucht, noch bessere zu bringen.“

Rapid konnte sich bei 19.500 Zuschauern über eine fast siebenstellige Bruttoeinnahme freuen. Hätte e schon einen Videobeweis gegeben, wäre nach der Pause auch ein Elfmeter für Grün-Weiß fällig gewesen, als der slowakische Teamspieler David Hancko in Ercan Kara hineinsprang, ihn so zu Fall brachte. Stranzl ist beim Thema VAR aber etwas gespalten. Bei Abseitsentscheidungen findet er ihn gut, ansonst sollte der  Schiedsrichter weiterhin entscheiden, ob es Foul war oder nicht: „Sonst gibt es endlose Diskussionen!“

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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