Fußball

Letzter WM-Test gegen Guatemala im Finalstadion von 1994

Jetzt steht auch das letzte Detail im Fahrplan von Österreichs Nationalteam bis zur Weltmeisterschaft in den Vereinigten Staaten fest: Der letzte Test wird am 10. Juni, sieben Tage vor dem ersten Gruppenspiel gegen Jordanien in San Francisco, bestritten. Gegner wird zum ersten Mal Guatemala, die aktuelle Nummer 96 der Weltrangliste, sein. Spielort ist das Finalstadion der WM 1994, die berühmte Rose Bowl in Pasadena bei Los Angeles, rund zwei Autostunden vom WM-Basecamp des Teams von Ralf Rangnick in Santa Barbara entfernt. Veranstalter des Spiels ist eine US-Agentur, die Guatemala engagiert hat. Es gibt nämlich in Kalifornien eine große Guatemala-Community Damit hat der ÖB kein wirtschaftliches Risiko, operativ keine Verpflichtungen, der Teamchef einen Gegner, mit dem er einverstanden war.  Anpfiff ist um 21 Uhr Ortszeit, nach mitteleuropäischer Zeit um 6.00 Uhr morgens am 11. Juni.  In der Rose Bowl fand bereits fünfmal die Super Bowl, das Finale der American Football League statt. 1994 wurde dort Brasilien vor 94.194 Zuschauern gegen Italien durch ein 3:2 im Elfmeterschießen nach einem 0:0 Weltmeister.  Den entscheidenden Elfmeter für die Squadra Azzura vergab der berühmte Roberto Baggio.

Rangnick wird seinen WM-Kader am 18. Mai nominieren. Neun Tage später beginnen am ÖFB-Campus in Aspern die Vorbereitungen. Für das Spiel gegen Tunesien am 1. Juni im Happel-Stadion sind bisher 20.000 Karten verkauft. Danach muss laut FIFA-Richtlinien der finale WM-Kader gemeldet werden. Am 4. Juni fliegt  der ÖFB-Tross mit einer Linienmaschine der Austrian Airlines nach Los Angeles. Bei Weltmeister Argentinien, Österreichs zweitem Gruppengegner, könnte es ein Problem geben. Abgesehen davon, dass Kapitän Lionel Messi noch nicht über eine sechste WM-Teilnahme entschieden hat, gibt es ein Fragezeichen um den zweiten Kapitän, Innenverteidiger Christian Romero. Er erlitt Sonntag beim 0:1 von Tottenham in Sunderland eine Knieverletzung, für ihn ist der Abstiegskampf mit den „Spurs“ damit erledigt. Er wird für die restlichen fünf Runden ausfallen. Ob es sich bis zur WM ausgeht, ist fraglich Die Verletzung von Romero bedeutet zugleich für einen österreichischen Teamspieler, für Kevin Danso, mehr Einsatzzeiten als zuletzt.

Ein Vorgänger von Rangnick als Teamchef hat für die nächste Saison einen neuen Job: Marcel Koller, inzwischen 65 Jahre alt, trainiert künftig den FC Zürich. Der Schweizer, unter dem sich Österreich für die EM 2016 qualifizierte, aber nicht für die WM 2014 und 2018, war zuletzt in Ägypten bei Al-Ahly, gewann 2023 und 2024 so ziemlich alle Titel, die es  zu gewinnen gab. Koller gilt als Legende von Zürichs Stadtrivalen Grasshoppers, für den er sehr erfolgreich spielte und als Trainer Meister war.  Derzeit ist der FC Zürich Drittletzter vor den Hoppers. Kollers langjähriger Berater Dino Lamberti soll Sportchef beim FC Zürich werden.

 

 

Foto: Bernards.

1

Meist gelesen

Nach oben