Fußball

Margreitters Ärger bei der zu deftigen Nürnberger Rekordpleite

Fußball-Spanien redet von den Ausrutschern des Spitzenduos. Wobei die erste Niederlage von FC Barcelona, das 1:2 beim Letzten Leganes nach dem enttäuschenden Unentschieden gegen Girona peinlicher ist als die klare 0:3-Abfuhr von Real Madrid beim FC Sevilla. In Frankreich fixierte Paris St. Germain nach dem 4:1 gegen Reims den besten Start der Klubgeschichte mit sieben Siegen in Serie. Die Sportbibel L´Equipe lobte Trainer Thomas Tuchel für die sympathische Menschenführung mit seinen Stars. In Deutschland war er eher für das Gegenteil, für eine bärbeißige  Art bekannt. England redet über die 1:2-Heimniederlage des FC Liverpool gegen Cheslea in der dritten Runde des Ligacups und der möglichen Revanche am Samstag in der Premier League. Allerdings in London an der Stamford Bridge. Und von Tottenhams Aufsieg gegen Watford im Elferschießen. Bei dem Watford Trainer Javi Gracia einige Reservisten einsetzte, Sebastian Prödl aber zum dritten Mal hintereinander nicht im Kader stand.

Das Gesprächsthema in Deutschland außer des Jubels um den Sieg bei der Vergabe der Europameisterschaft 2024: Borussia Dortmunds 7:0 über Nürnberg, der Sprung auf Platz zwei. Hat der um 75 Millionen Euro renovierte Kader mit 29 Mann doch das Potenzial zum ernsthaften Bayern-Jäger? Trainer Lucien Favre, der Nachfolger von Peter Stöger  auf der Trainerbank, setzte in der Abwehr mit dem Franzosen  Dan-Axel Zagadou und der marokkanischen Real Madrid-Leihgabe Achraf Hakimi zwei 18jährige ein, in der Offensive mit dem Amerikaner Christian Pulisic und dem Dänen Jacob Brunn-Larsen zwei 20jährige, mit dem eingewechselten Engländer Jadon Sancho einen 18jährigen. Brunn-Larsen war zu Stögers Zeiten an den VfB Stuttgart verliehen, Pulisic und Sancho spielten auch bei ihm. Hakimi, Brunn-Larsen, Pulisic und Sancho zählten Mittwoch Abend zu den Torschützen, für Hakimi und den Dänen war es ihr ersten Treffer in der Bundesliga. Zum zweiten Mal hintereinander nicht im Kader: Deutschlands Weltmeister Mario Götze. Das vernichtende Urteil von Favre über ihn auf“Sky“ hieß kurz und bündig: „Wir haben viel Spieler.“

Für Nürnbergs Abwehrchef aus Vorarlberg, Georg Margreitter (Bild oben), war es wohl die bisher bitterste Niederlage seiner Karriere. Es war überhaupt kein guter Mittwoch für Vorarlberger. Adi Hütter verlor mit Eintracht Frankfurt bei Mönchengladbach 1:3. Für den Cupsieger war es saisonübergreifend die neunte von zehn Partien ohne Sieg. In Hütters Trainerverantwortlichkeit fallen allerdings nur vier, allerdings auch der einzige Sieg. „Wir leben in einer Ergebniswelt“ weiß Hütter, „wenn die nicht passen, wird geholzt. Bei Gegenwind ist es eine Kunst so reinzublasen, dass es Rückenwind gibt.“ Margreitter sprach von fehlender Reife, die zur „Einstellung“ der Nürnberger Rekordpleite aus dem Jahe 1983 führte. Die Premiere mit drei Innenverteidigern ging völlig daneben: „Fast jeder Dortmunder Schuss ein Treffer, die Klatsche war viel zu deftig.“ Sein Ärger richtete sich auch gegen einige Mitspieler: „Wir liege 0:5 zurück und die blieben vorne stehen, warten auf Konterchancen. Wahnsinn, unbegreiflich.“ Die Chance zur Wiedergutmachung: Samstag das Aufsteigerduell gegen Fortuna Düsseldorf. Für Hütter und Frankfurt die auf den zweien Saisonsieg Sonntag das Heimspiel gegen Hannover.

Eingeleitet wird die Runde Freitag Abend in Berlin mit Hertha BSC gegen Bayern München. Um David Alaba gab es nach dem 1:1 gegen Augsburg einen netten Versprecher von Trainer Niko Kovac. Er wollte ausdrücken, dass Alaba als linker Verteidiger nicht gleichwertig zu ersetzen sei, er ihm aber wie in der ersten Hälfte mitunter eine Pause gönnen müsse. Kovac sagte aber nicht David Alaba sondern David Abraham. Das ist der Kapitän von Eintracht Frankfurt, sein ehemaliger Spieler. Es soll Kovac nichts schlimmeres passieren. Dortmund muss sich Samstag in Leverkusen bestätigen. Dort musste Aleksandar Dragovic auf die Bank, seit sich Sven Bender für fit erklärte. Dass mit Jonathan Tah ein Fixstarter im Abwehrzentrum in fast jedem Match Fehler macht, die zu Verlusttoren führten, ignoriert Trainer Heiko Herrlich. Beim 2:1 in Düsseldorf spielt Dragovic in den letzten 20 Minuten.

 

Foto: Instagram.

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