Erste Neuerwerbungen von Meister Sturm Graz und Vizemeister Red Bull Salzburg. Sturm hohle einen 19 jährigen Stürmer, Salzburg einen vier Jahre älteren Defensivspieler. Michael Parensen, der deutsche Sportchef von Sturm Graz, entschied sich, was kein Geheimnis mehr war, für den französisch-kongolesischen Doppelstaatsbürger Axel Kayombo (Bild) vom Schweizer Meister FC Basel , nahm ihn bis 2029 unter Vertrag. Kayombo war letzte Saison an den Zweitligisten Lausanne ausgeliehen, erzielt in 28 Spielen neun Tore. Bei Basel kam Kayombo in der Youth League zum Einsatz, zudem spielte er bereits im U 20-Team des Kongo. Parensen sah beim „hochspannenden“ Kayombo viel Potenzial, weil er Tempo, Zielstrebigkeit und Abschusstärke mitbringt. Für Salzburgs Neuen ist es nicht das erste Engagement in Österreich: Der im Bayern-Nachwuchs ausgebildete Frans Krätzig war im Frühjahr 2024 Leihspieler bei der Wiener Austria. Danach wollte er sich beim VfB Stuttgart durchsetzen, was nicht gelang. Bei Heidenheim kam er auf 21 Einsätze, der letzte war Montag beim gewonnenen Relegationsspiel gegen Elversberg.
Krätzig unterschrieb einen Vertrag bis 30. Juni 2028, wird bei Salzburg am 9. Juni in die Vorbereitungen für die Klub-WM einsteigen. Sportchef Rouven Schröder begründete den nicht ganz nachvollziehbaren Transfer mit der großen Spielintelligenz von Krätzig und seiner Vielseitigkeit. Er kann entweder Linksverteidiger oder links im Mittelfeld eingesetzt werden. Das war Schröder 3,5 Millionen Euro Ablöse, die an Bayern bezahlt wurden, wert. Damit kaufte Salzburg teurer als Sturm. Kayombo kostete vorerst 1,6 Millionen, mit Boni kann die Summe bis auf zwei Millionen steigen. Eine Neuigkeit gab es auch bei Altach: Ex-Spieler Phiipp Netzer wurde Nachfolger von Roland Kirchler als Sportchef.
Auch in der zweiten Liga tat sich etwas: Admira bestimmte den Nachfolger von Peter Stöger als Sportchef. Das wurde wie erwartet der erfahrene Ralph Muhr, zuletzt als technischer Direktor und Akademieleiter die rechte Hand von Stöger. Thomas Silberberger bleibt Trainer. Ihr Ziel heißt ganz klar Aufstieg in die Bundesliga. Den peilt auch die Vienna an. Zwei Neuzugänge sind bereits offiziell, der dritte ist so gut wie in trockenen Tüchern. Von Absteiger Horn, für den er acht Tore erzielte, kam der in Dornbirn geborene 24 jährige Amir Abdijanovic. Der 31 jährige Osarenren Okungbowa bringt viel Erfahrung mit, soll die Defensive stabilisieren. Für WSG Tirol bestritt er in den letzten drei Jahren 53 Bundesligaspiele. Nach fünf Jahren ist der aus dem Rapid-Nachwuchs gekommene Okungbowa wieder bei einem Wiener Klub, 2019/20 war er beim Floridsdorfer AC. Der dritte Neue hat auch Routine: Für den 32 jährigen Stürmer Marco Djuricin ist es die 13. Station in seiner Profikarriere, die bei Hertha BSC Berlin begann. Weiter ging es bei Jahn Regensburg, Sturm Graz, RB Salzburg, Brentford in England, Ferencvaros Budapest, Grasshoppers Zürich, Karlsruhe, der Wiener Austria, Rijeka, Spartak Trnava und im Frühjahr bei Stripfing, wo er mit sechs Toren zum Klassenerhalt beitrug.
Foto: SK Sturm.