Fußball

Mission Aufstieg: Für Max Senft hat sich bei Karlsruhe im Vergleich zu Ried wenig geändert.

Drei Wochen vor der Bundesliga beginnt in Deutschland Freitag bereits die zweite Liga. Mit 15 österreichischen Legionären und zwei Trainern. Einer ist Chef, der andere Assistent. Für Maximilian Senft gibt es auch in neuer Umgebung wie in Ried die Mission Aufstieg, die er im Innviertel vor zwei Jahren erfüllte: Jetzt soll der 37 jährige Wiener den Karlsruher SC nach 18 Jahren zurück in die Bundesliga bringen. Wenn ihm das gelingt, wäre das sensationell: Letzte Saison belegte Karlsruhe nur Platz zehn, kassierte die meisten Gegentore. Einen Österreicher hat Senft im Kader, der fast schon ein Karlsruher Urgestein ist: Der Wiener Christoph Kobold, inzwischen 28 Jahre alt, ist bereits seit acht Jahren in Karlsruhe. Der Assistent ist Christian Kulovits, der letzte Saison mitten im Abstiegskampf an der Seite von Lars Kornetka zu Eintracht Braunschweig kam. Mit der Rettung verlängerte sich der Vertrag, Kornetka beendete nach der Weltmeisterschaft die Tätigkeit als Assistent von Österreichs Teamchef Ralf Rangnick. Zur neuen Saison kamen zwei Österreicher in den Kader: Von Meister LASK Stürmer Max Entrup, den Kornetka auch aus der Nationalmannschaft kannte, und von Hartberg der 21-jährige Verteidiger Damjan Kovacevic.

Ein Österreicher ist neuer Kapitän eines Zweitligisten: Innenverteidiger David Nemeth beim Hamburger Kultklub FC St. Pauli. Er folgt beim Bundesligaabsteiger auf den Kanadier Jack Irvine, der nach Japan wechselte. Der 25-jährige Burgenländer ist bereits seit vier Jahren bei St. Pauli, kam jedoch letzte Saison wegen dauernder Adduktorenprobleme nicht zum Einsatz. Ebenfalls im St. Pauli-Kader: Torhüter Simon Spari und Abwehrspieler Jannik Robatsch, die nach dem Abstieg mit Austria Klagenfurt vor einem Jahr in den Norden Deutschlands wechselten. Freitag werden beim Eröffnungsspiel zwischen Bochum und Hertha BSC Berlin zwei österreichische Neuzugänge in Aktion sein: Bei Bochum der vom schottischen Vizemeister Hearts gekommene Innenverteidiger Michael Steinwender, bei Hertha BSC Berlin der schnelle Stürmer Oluwaseun Adewumi als Leihgabe von Burnley. Das war er letzte Saison bei Cercle Brügge. Bei Bochum ist der 30-jährige Villacher Tino Casali die Nummer zwei der Tormannhierarchie, seine letzte Station in Österreich war Altach.

Die weiteren Österreicher in der zweiten Liga: Bei Hannover 96 Benedikt Pichler, der ehemalige Stürmer von Austria Wien, bei Absteiger Wolfsburg, der als Favorit für den Aufstieg gilt, ist Pavao Pervan auch mit 38 noch zweiter Torhüter. Bei Kaiserslautern versucht es der 19-jährige Stürmer Thierry Tazemeta, der in St.Pöltens Akademie ausgebildet wurde, danach im Nachwuchs von Borussia Dortmund war, die Karriere in Fahrt zu bringen. Bei Dynamo Dresden verteidigt der 27-jährige Ahmet Muhamedbegovic. Bis 2021 war er bei St. Pölten, Dresden ist seine dritte Auslandsstation nach Dunajská Streda in der Slowakei und Olimpija Laibach in Slowenien.

Foto: Daniel Scharinger.

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