Fußball

Mit der Königsklasse ist Salzburg so attraktiv wie noch nie

Mit dem Ertönen der Champions League-Hymne in der Pause war das vorletzte Heimspiel dieser Saison vn Doublegewinner Red Bull Salzburg gegen den LASK nur noch Nebensache. Weil das die Nachricht war, auf die alle warteten: Erstmals fix in der Königsklasse! Wahrscheinlich waren viele der 11.500 Zuschauer bei fast winterlichen Temperaturen gekommen, um dieses Gefühl genießen die Szene. Im Fansektor flogen silberne Sterne, das Markenzeichen für die Königsklasse in die Luft, hing ein Transparent „KönigsCLasse“, wurden Bengalen gezündet.  Wahrscheinlich wäre es allen Fans egal gewesen, wäre danach noch der so stolze Heimrekord verloren gegangen. Er blieb erhalten. Passte so richtig zu dem Jubeltag. Salzburg rettete nach einer souveränen ersten Hälfte und einer 2:0-Führung gerade noch ein 2:1 ins Ziel. Wobei Trainer Marco Rose mit einer neuen Variante aufwartete: Ganz vorne die Norweger Erling Haaland und Fredrik Gulbrandsen, Torjäger Munas Dabbur hinter ihnen. Der 18jährige Startelfdebütant Haaland sorgte für das 1:0, Gulbrandsen für das 2:0. Für die kommende Saison ist diese Variante kein Thema, da Dabbur zum FC Sevilla wechselt. Gulbrandsen hat seinen Vertrag noch nicht verlängert. Vielleicht reizt ihn die Champions League derart, dass er es jetzt doch tut.

Zur Pause stand durch Tottenhams 2:2 an der White Hart Lane gegen Everton fest, dass die“Spurs“ wieder über die Liga die Qualifikation  für die Millionenliga schafften, nicht den Titelverteidigerbonus in Anspruch nehmen müssten, sollten sie am 1.Juni das Endspiel gegen den FC Liverpool gewinnen. Damit findet die Champions League 2019/20 mit dem besten österreichischen Klub statt. Das war die Meldung von der letzten Runde der Premier League, die in Salzburg am meisten interessierte.  Mehr als die erfolgreiche Titelverteidigung von Manchester City mit fem 4:1 in Brighton, wodurch Liverpool  das 2:0 gegen Wolverhampton nicht mehr nützte. Mehr als das zehnte Saisontor von Marko Arnautovic beim 4:1 von West Ham im Londoner Derby bei Watford. Mehr als das 1:1 von Ralph Hasenhüttl mit Southampton zum Abschuss seiner „Rettungsmission“ gegen Absteiger Huddersfield.

Nach Schlusspfiff zogen alle Salzburger Spieler schwarze T-Shirts mit der Aufschrift Aufstieg in die Königsklasse an, strahlten um die Wette. Auch der routinierte Zlatko Junuzovic sprach von der besten Saison seiner Karriere. Mit seinen  ersten zwei Titeln und dem Sprung in die Champions League. Mehr geht nicht. „Wir haben alles erreicht, was wir erreichen wollten.“ Innenverteidiger Albert Vallci, erst seit dem Winter in Salzburg, erinnerte sich an die Anfangszeiten seiner Karriere in Horn. Als dort unseriöse japanischen Investoren die Champions League als Vision hatten: „Ich hab´das damals oft gehört. Jetzt bin ich der  einzige, der aus Horn über Umwege in die Champions League kam.“ Dort wäre Real Madrid sein erklärter Wunschgegner.

„Wir waren  schon ein attraktiver Verein, mit der Champions League sind wir aber attraktive wie noch nie“, jubelte Sportchef Christoph Freund (Bild oben) über eine Superentwicklung, sprach von erleichterten Planungen: „Die internationalen Spiele gehen für uns jetzt erst im September los, nicht schon wie bisher im Juli. Das ist positiv.“ Der Millionenregen, der in der Königsklasse wartet, steht nicht im Mittelpunkt: „Wir haben in den letzten Jahren gute Transfers gemacht, sind schon bis jetzt sehr gut aufgestellt gewesen“. Jetzt halt noch viel besser, auf viele Jahre unerreichbar für die nationale Konkurrenz: „Wir haben für den Weg, den wir gingen, viel Kritik einstecken müssen. Wir sind aber endgültig bestätigt worden, das der Weg richtig war.  Es gibt keinen Grund, etwas zu verändern. Wir werden weiter Toptalente fördern“

Der charismatische Rose sah die Champions League als coole Nummer, die er allen im Verein gönnt. Empfahl den Jungs, jetzt ales zu genießen  im Herbst alles reinzuhauen, was sie haben: „Sie werden sicher zeigen, dass sie nicht zufällig dorthin gekommen sind.“ Bei ihm gibt es keine Wehmut, dass er als Vater dieses Triumphs ab September bei der  „Krönung“ nicht mehr dabei ist: „Ich habe meine Entscheidung für die Herausforderung in Mönchengladbach in vollen Bewusstsein getroffen, dass es zu so einer Situation kommen kann.“ Mönchengladbach geht Samstag auf Rang vier, der für die Champions League reicht, in die letzten deutsche Runde. Müsste aber daheim Borussia Dortmund schlagen, um den zu halten.

Foto: © ServusTV / Neumayr / Leo.

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