Fußball

Mit der zweiten Luft schaffte der LASK Schritt zum Double: Rapid aus dem Rennen

Drei Tage nach dem Cupfinale in Klagenfurt machte Cupsieger LASK mit dem 3:1 (0:1) gegen Rapid vor 16.289 Zuschauern einen großen Schritt in Richtung Double, hat vor den letzten zwei Runden zwei Punkte Vorsprung auf Meister Sturm Graz und  vier auf Salzburg, könnte Sonntag daheim gegen Salzburg schon den Titel fixieren, wenn Sturm in Hartberg nicht gewinnt. Rapid verlor die letzte  Titelchance,  Sonntag geht es im Wiener Derby gegen die Austria um Platz vier. Ohne Kapitän Matthias Seidl, der für ein Frustfoul an Maloyra Bogarde in der 97. Minute erstmals in seiner Karriere ausgeschlossen wurde. Cupfinalist Altach geriet hingegen geriet in der Qualifikationsgruppe durch die 1:4 (1:2)-Heimpleite gegen Wolfsberg in Abstiegsgefahr.

Beim LASK blieb der angeschlagene Moses Usor zu Beginn auf der Bank, Rapid begann mit Ercan Kara und überraschend Janis Antiste statt Andreas Weimann und Nikolaus Wurmbrand in der Startelf, weil sich Trainer Hoff Thorup für ein 3-4-2-1 entschied. Zu Beginn ging der Plan auf: Antiste traf nach Flanke von Bendegüz Bolla und Kopfball von Kara in der 12. Minute zur Führung.  Das unterstrich Rapids Überlegenheit in der Startphase.  Überraschend, dass LASK trotz der 120 Minuten vom Freitag mehr zulegen konnte als Rapid nach acht Tagen Pause.  Mit drei Treffern zwischen der 52. und 75. Minute sicherte sich der Cupsieger den verdienten Sieg. Am Umschwung war Sasa Kalajdzic beteiligt: Nach Doppelpass mit ihm traf Kapitän Sascha Horvath (Bild) zum Ausgleich,  danach holte Kalajdzic gegen Sege Raux-Yao den Elfmeter heraus, den Samuel Adeniran zum 2:1 verwandelte. Zwischen 1:1 und 2:1 vergab Kara die Chance,  Rapid wieder in Führung zu bringen. Dann ließ sich Rapid nach einem kurz abgespielten Eckball der Linzer überraschen, der zuvor eingewechselte Usor traf zum 3:1. Die Variante des LASK war Rapid eigentlich bekannt, im Training wurde geübt, was man dagegen tun muss. Klappte im Spiel nicht. Rapid kriegt zu leicht Tore – das zieht sich durch die ganze Saison: „Ich weiß nicht, warum wir so passiv wurden“, ärgerte sich Thorup.

Auch die Einwechslungen halfen Rapid nicht weiter. Yusuf Demir kam statt Antiste nach dem zweiten LASK-Tor,  Wurmbrand und Weimann nach dem dritten, als schon alles gelaufen war: „Wir haben die zweite Luft bekommen, die zweite Hälfte war top“, freute sich Kalajdzic und lobte Didi Kühbauer im Sky-Interview als den besten Trainer, den er je hatte: „Weil er alles unternimmt, damit es mir gut geht“. Kalajdzic wurde von Wolverhampton-Scouts beobachtet. Ob es eine Chance gibt, ihn in Linz zu halten, wollte er nicht verraten. Ihn beschäftigte nur die Chance auf das Double. Rapid muss auch über das Fitnessthema nachdenken: Normal müsste Rapid nach acht Tagen Pause in der zweiten Hälfte mehr zulegen können als der LASK nach drei. Es war aber genau umgekehrt.

Für Altach verlief nur der Beginn wunschgemäß. Führung nach zehn Minutn durch Srdan Hrstic,  doch 22 Minuten später führte Wolfsberg. Weil Dejan Stojanovic, normal der Rückhalt in Altachs Tor, der schon oft die Vorarlberger rettete, diesmal patzte. Den Kopfball von Dominik Baumgartner schlug er ins Tor, auch der Freistoß von Rene Renner wirkte nicht unhaltbar. Zur Pause blieb Stojanovic wegen Schwindel und Übelkeit in der Kabine. Ersatz Daniel Antosch patzte beim vierten Wolfsberg-Treffer durch Simon Piesinger. Nur das 1:3 nach einem Konter durch Angelo Gattermayer war unhaltbar. Wolfsberg schoss in 49 Minuten drei Tore mehr als in den ersten vier Spielen unter Trainer Thomas Silberberger, liegt nur noch je einen Punkt hinter Altach, GAK und WSG Tirol. Blau-Weiß Linz ist wieder Letzter.

Foto: Gepa/Admiral.

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