Fußball

Nur noch vier Spiele bis Baku: Der Hammer von Hütter und Hinteregger

Einen Tag nach Bayerns Scheitern in der Champions League sorgte Eintracht Frankfurt dafür, dass wenigstens ein deutscher Klub noch im Viertelfinale des Europacups dabei ist. Wenn auch „nur“ in der Europa League. Das gelang durch ein 1:0 (1:0) über Inter Mailand im Meazza-Stadion vor 45.300 Zuschauern, von denen fast 20.000 Eintracht-Fans waren, die von der erste bis zur letzten Minute für Stimmung sorgten. Der gesperrte Trainer aus Österreich, Adi Hütter, (Bild oben) versteckte sich im schwarzen Rollkragenpullover irgendwo auf der Tribüne, war auch für die TV-Kameras nicht zu finden, gab so wie vor dem Spiel auch nachher keine Interviews, sagte nur vorher: „Für uns wäre das Viertelfinale ein Hammer“. Jetzt ist es geschafft. Auf der Bank hatte sein langjähriger Assistent Christian Peintinger gemeinsam mit Co-Trainer Armin Reutershahn das Sagen. Der Steirer kommentierte dies ganz gelassen: „Wir entscheiden ohnehin alles im Team. Diesmal auf der Bank nur zu zweit statt wie sonst zu dritt. Jeder einzelne gab alles für den Aufstieg, den wir völlig verdient haben.“

Der Serbe Luka Jovic nützte bereits nach sechs Minuten einen Fehler von Inters holländischem Abwehrchef Stefan de Vrij zum goldenen Tor, seinem siebenten in der Europa League.  Frankfurt ließ mehrere Chancen, den Vorsprung zu erhöhen, fast fahrlässig aus. Kam dennoch nie ins Zittern. Weil hinten die Abwehr um Österreichs Teamspieler Martin Hinteregger fast nichts zuließ: „Wir sind alle überglücklich, es ist sehr gut gelaufen“, sagte der mit der Eintracht noch unbesiegte Kärntner in die RTL-Kameras. Wenn schon nicht Salzburg ins Viertelfinale kam, dann wenigstens mit Hütter und Hinteregger zwei Ex-Salzburger.  Für Hütter auch eine Revanche für die Niederlage mit Austria Salzburg im UEFA-Cup-Finale 1994. Ein Hammer mehr. Kurz nach Mitternacht verließ er hinter Peintinger grinsend das Meazza-Stadion.

Hütter, Peintinger und Hinteregger sind die einzigen Österreicher im Viertelfinale. Max Wöber sah im Eden-Stadion von Slavia Prag auf Sevillas Bank das dramatischste der acht Donnerstag-Spiele ohne Happy End für seinen Klub: Nach dem 2:2  vom Hinspiel auch 2:2 in Prag. Daher Nachspiel, in dem Sevilla nach 98 Minuten in Führung ging, Slavia vier Minuten darauf wieder ausglich. Auch ein 3:3 hätte Sevilla gereicht, aber in der 119. Minute traf Ibrahim Traore, ein Legionär von der Elfenbeinküste, für Tschechiens Tabellenführer. Sevillas dänischen Abwehrchef misslang der Rettungsversuch, von ihm sprang der Ball über die Linie. Auch im Nachspiel scheiterte Ex-Austrianer Emir Dilaver mit Dinamo Zagreb im Estadio da Luz bei Benfica Lissabon. 0:1 nach 90 Minuten, dann 0:3. Das  bedeutete Endstation.

Hütter, Peintinger und Hinteregger in Eintracht Frankfurts erstem Viertelfinale seit 1995 gemeinsam mit Chelsea, Arsenal, Napoli,  Benfica Lissabon, Slavia Prag, Valencia und Villarreal. England und Spanien mit zwei Klubs dabei. Womit die Premier League wie in der Champions League alle Klubs unter die letzten acht brachte. Für Hütter, Peintinger  und Hinteregger heißt es jetzt: Nur noch vier Spiele bis Baku, bis zum Finale am 29.Mai. Die erste Hürde heißt Benfica Lissabon. Der Klub, von dem Jovic nach Frankfurt kam. Steigt Frankfurt auf, wartet im Semifinale der Sieger aus Slavia Prag gegen Chelsea. Salzburg-Bezwinger Napoli trifft zunächst auf Arsenal, dann wäre der Sieger aus dem spanischen Duell Villareal – Valencia die letzte Hürde vor dem Endspiel.

Foto: Sport.orf.at.

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