Champions League-Sieger Paris St. Germain und Chelsea bestreiten Sonntag das Endspiel der Klub-WM in East Rutherford. Beide setzte sich im Semifinale ohne Gegentor durch: Dienstag Chelsea mit 2:0 gegen Fluminense, Mittwoch Paris mit 4:0 (3:0) gegen Real Madrid. Die Franzosen demütigten die Spanier und ihren Ex-Star Kylian Mbappe. Nach 24 Minuten war eigentlich alles vorbei, die erste Pleite von Reals neuem Trainer Xabi Alonso im sechsten Spiel perfekt. Seine Offensiv-Marschroute mit drei Spitzen ( Mbappe, Vinicius juior und Youngster Gonzalo Garcia), dahinter Jude Bellingham, Aurelio Tchouameni und Arda Güler im Mittelfeld ging total daneben. Paris war genauso dominant wie bei der 5:0-Gala im Münchener Champions League-Finale gegen Inter Mailand, mindestens eine Klasse besser.
Paris verkraftete die Sperren der Abwehrspieler Willian Pacho und Lucas Hernandez entscheidend besser als Real die des neuen Innenverteidigers Dean Huijsen. Denn schlimme Fehler im Abwehrzentrum leiteten den Schock für Real ein: Raul Asencio verschätzte sich nach sechs Minuten im eignen Strafraum, Ousmane Dembele kam zum Ball, scheiterte zwar beim Versuch, Tormann Thibault Courtois auszuspielen, der Ball kam aber zu Fabian Ruiz, der nur noch einschieben musste. Nur 153 Sekunden später folgte ein peinlicher Anfängerfehler des Deutschen Antonio Rüdiger. Er wollte zurück zu Courtois spielen, schlug aber ein Luftloch. Dembele startete durch, bezwang Courtois und jubelte (Bild). Bei diesen Konkurrenten im Abwehrzentrum soll Österreichs Teamkapitön David Alaba keine Chance mehr haben, zum Zug zu kommen, wenn er fit ist? Lächerlich diese Prognosen in spanischen Medien.
Nach 24 Minuten fiel schon der dritte Treffer. Nach idealer Vorarbeit von Achraf Hakimi traf Fabian Ruiz zum zweiten Mal. Danach schien es, als würde sich Paris schon für das Endspiel schonen, nur in aller Ruhe alles verwalten und heim spielen. Trainer Luis Enrique tauschte Stars aus, Joker Goncalo Ramos erhöht nach 87 Minuten auf 4:0. Bei Real feierte der brasilianische Innenverteidiger Eder Militao nach zwei Kreuzbandoperationen ab der 64. Minute statt Rüdiger ein Comeback, bestritt Luka Modric, der künftig für Milan spielt, seinen letzten Auftritt im weißen Real-Dress. Nachher flossen beim 39 jährigen Kroaten die Tränen. Modric hätte sich nach seinen vielen Erfolgen in 13 Jahren mit Real, sechs Champions League-Siegen, einen schöneren Abschied verdient als diese Demütigung.,
Foto: FIFA.