Großkampftag bei Red Bull Salzburg am Transfermarkt: Mit Bartosz Mazurek wurde ein 19 jähriges polnisches „Offensivjuuwel“ gegen internationale Konkurrenz geholt. Ihn begleitet die Hoffnung auf den besten Coup seit langem. So wie vor einem Jahrzehnt mit Naby Keita oder Sadio Mane oder später mit Erling Haaland. Demgegenüber stehen zwei Abgänge: Der dänische Kapitän Mads Bistrup wechselt in Frankreichs Ligue 1 zu Olympique Lyon, der 22 jährige Mali-Stürmer Moussa Yeo zu Swansea City in die englische Championship, die zweite Liga, zu Swansea City. Das ergab ein Millionenplus für Salzburg: Für Mazurek 7,5 Millionen Euro bezahlt, für Bistrup 10,5 Millionen kassiert, für Moussa Yeo, der in 45 Bundesligaspielen sechs Tore erzielte, sechs Millionen. Macht eine positive Mittwoch-Transferbilanz von neun Millionen. Nicht schlecht.
Polens Nachwuchsteamspieler Mazurek (Bild) kommt vom Erstligaklub Jagiellonia Bialystok, unterschrieb einen Fünfjahresvertrag. Letzte Saison lieferte er auch internationale Schlagzeilen: In den Play-offs der Conference League erzielte Mazurek beim 4:2-Auswärtssieg über Fiorentina einen Hattrick. Sein bisheriges Highlight brachte aber nicht den Aufstieg, denn in Polen siegte Fiorentina 3:0. : „Ich bin überzeugt, dass er bei uns seinen Weg machen wird“, sagte Sport-Geschäftsführer Marcus Mann. Salzburgs neuer Trainer Danny Röhl soll und wird um Mazurek und den Ex-Austrainer Abubakr Barry ein neues Mittelfeld „bauen“. Der Verlust von Bistrup? Über die vorbildhafte Einstellung des 25 jährigen Dänen gab es in den letzten drei Jahren zwar keine Zweifel, über fußballerische Qualitäten hingegen schon. Für alteingesessene Salzburg-Fans galt er in Erinnerung an die Erfolgszeiten von Austria Salzburg in den Neunzigerjahren mit Meistertitel und UEFA-Cup-Finale als „Artner für Arme“. Das heißt: Peter Artner war damals der auffälligere zentrale Mittelfeldspieler, der mehr brachte als Bistrup in seinen 116 Matches.
Wolfsberg holte den dritten Neuen mit „Silberberger-Vergangenheit“. Bei Innenverteidiger Raffael Behounek und Stürmer Giacomo Vrioni wurden von Thomas Silberger schon bei WSG Tirol trainiert, Flügelspieler Aaron Sky Schwarz in der zweiten Liga bei Admira/Wacker. Der 22 jährige schaffte bei Rapid nicht den Sprung aus der zweiten Mannschaft in die Bundesliga. in der er als Leihspieler bei Austria Klagenfurt, Hartberg und nochmals Klagenfurt schon 24 Spiele bestritt. Das absolute Highlight war das erste seiner drei Bundesligatore: Am 22. Oktober 2023 bei Klagenfurts 3:2-Auswärtssieg gegen seinen Ex-Klub Rapid in Hütteldorf. Jetzt gibt es ein Wiedersehen mit Silberberger in Kärnten, Wolfsberg gab Schwarz einen Zweijahresvertrag.
Foto: Red Bull Salzburg.