Fußball

Ralf Rangnick sagt kein Wort zu Harry Kane und Bayern

So wie vergangenen Mittwoch wird Teamchef Ralf Rangnick erneut als Experte im Wiener TV-Studio von Canal+ fehlen, wenn es um das Viertelfinale in der Champions League geht. Offiziellen Grund gibt es dafür keinen. Letzte Woche fehlte er bei Barcelonas 4:0 gegen Borussia Dortmund, diesmal bei Bayern Münchens versuchter Aufholjagd in Mailand gegen Inter, beim möglichen Duell von Teamspielern Konrad Laimer wird sicher beginnen, Marko Arnautovic wieder Joker sein. Borussia Dortmund und Bayern sind jene Klubs, mit denen deutsche Medien in den letzten Wochen Rangnick in Zusammenhang brachten. Durchaus möglich, dass die Meinung des Canal+-Experten Rangnick zu Dortmund und Bayern Anlass zu neuen Spekulationen gegeben hätte. Das erspart er sich, in dem er nichts sagt. Sollte das der wahre Grund für Rangnicks Fehlen sein, dann war es eine weise Entscheidung von ihm.

Inter Mailand hat die beste Abwehr der Champions League, die zu Hause erst ein Tor kassierte, träumt vom Triple aus Meistertitel, Coppa Italia und Champions League so wie 2010 unter Jose Mourinho, als Arnautovic in seinem ersten Inter-Jahr zum Kader gehörte, aber als 20 jähriger noch weniger spielte als jetzt mit 35. Für Bayern geht es um das „Finale dahoam“ am 31. Mai in der Allianz-Arena. Wird das schon im Viertelfinale verpasst, kommen bewegte Tage auf den deutschen Renommierklub zu.  Denn in der Medienlandschaft herrscht schon jetzt die Meinung, nur der Meistertitel in einer Saison sei bei einem Klub mit den Ansprüchen von Bayern einfach zu wenig.  Dann wird alles infrage gestellt. Von der Cheftage über Trainer Vincent Kompany bis zu Torjäger Harry Kane (Bild), weil er beim Hinspiel in München zu viele Chancen liegen ließ.  Bayern muss weiter auf Tormann Manuel Neuer und Abwehrchef Dayot Upamecano verzichten, Neuers Ersatz, der 21 jährige Jonas Urbig kassierte in allen Bundesligaspielen und in der Champions League mindestens ein Tor. In San Siro müßte Urbig erstmals die Null halten. Dann könnte Bayern auch mit einem erzielten Tor über das Elfmeterschießen ins Semifinale kommen. Dort würde der FC Barcelona warten, der Dienstag bei Borussia Dortmund mit 1:3 (0:1) die erste Niederlage dieses Jahres in einem Pflichtspiel erlitt, aber mit dem Gesamtscore von 5:3 aufstieg. Alle Dortmunder Tore erzielte Serhou Guirassy, der als erster Afrikaners in der Champions League einen Dreierpack erzielte, mit 13 Treffern derzeit der beste Torschütze der Königsklasse ist. Ein schwerer Weg für Bayern ins „Finale dahoam“.

Da wird es auch für den Ex-Bayern-Star David Alaba, falls ihm mit Real Madrid das „Wunder“ im Bernabeu-Stadion gegen Arsenal nach dem 0:3 in London gelingt. Österreichs Teamkapitän gehört zum Kader. Wenn er von Beginn an spielt, dann eher wieder linker Verteidiger gegen Arsenals Stürmerstar Bukayo Saka und nicht im Abwehrzentrum. Reals Gegner wäre Paris St. Germain. Frankreichs Meister führte in Birmingham gegen Aston Villa nach 27 Minuten 2:0, verlor aber 2:3 (2:1), musste leiden, um mit 6:5 zum fünften Mal ins Semifinale zu kommen.

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