Wenn Sonntag das 348. Wiener Derby als letztes Spiel der Runde angepfiffen wird, dann wissen Austria und Rapid schon genau Bescheid, was benötigt wird, um einerseits an der Spitze dran oder unter den ersten sechs zu bleiben. Das trifft auf Rapid zu: Drei Punkte Rückstand auf den Wiener Erzrivalen, daher darf eigentlich nicht das dreckige Dutzend in Grün-Weiß, sprich das zwölfte Spiel hintereinander ohne Sieg folgen, um Platz sechs zu halten. Dann wäre die angespannte Situation, von der Geschäftsführer Steffen Hofmann sprach, noch brisanter werden. Außer es gibt am Valentinstag Hilfe von einem Ex-Rapidler, von Didi Kühbauer mit dem LASK. Der elfte Bundesligasieg hintereinander im mit 7000 Zuschauern ausverkauften Oberösterreich-Derby gegen Ried würde wie ein Blumengruß nach Hütteldorf. Aber der Aufsteiger hat in dieser Saison den LASK schon mit einem 3:1 in Linz überrascht. Da war noch der Portugiese Joao Sacramento Trainer des LASK. Rieds Zweifachtorschütze von damals, Mark Grosse, übersiedelte im Jänner zum GAK, ist nicht mehr dabei. Der letzte LASK-Sieg in der Bundesliga gegen Ried liegt schon fünf Jahre zurück, gelang vor dem Abstieg Rieds auswärts im Dezember 2021 durch ein Goldtor von Sascha Horvath, inzwischen der Kapitän. Danach gab es dreimal ein 1:1, was bringt das 50. Duell in der obersten Spielklasse? „Ein hitziges, emotionales Spiel“, prophezeite Kühbauer.
Richtungsweisend kann es Samstag auch in Hartberg werden, wenn Altach zu Gast ist: Seit vier Jahren ist Hartberg daheim gegen Altach ungeschlagen. Bleibt es dabei, bedeutet das einen weiteren Schritt zur Meisterrunde. Feiert Altachs neuer Trainer Ognjen Zaric in seinem dritten Spiel den dritten Sieg, sind die Vorarlberger gleichauf mit den Steirern und im Kampf um Platz sechs voll dabei. Hartberg hat seit September in der Liga nur zwei Spiele verloren – beide im steirischen Duell gegen Sturm Graz. Trainer Manfred Schmid: „Im eigenen Stadion können wir jeden Gegner biegen. Wir brauchen eine breite Brust, Aggressivität und Überzeugung!“
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