Fußball

Rapid braucht einen größeren Schritt nach vorne als Sturm Graz

Die Grün-Weißen aus Budapest schickten eine schlimme Warnung nach Wien an die Grün-Weißen aus Hütteldorf. Denn Ungarns Meister Ferencvaros mit Ex-Tirol-Trainer Stani Tschertschessow scheiterte Dienstag Abend daheim in der Qualifikation zur Champions League am Meister von Aserbaidschan. Trotz besserer Ausgangsposition, als sie Rapid Donnerstag Abend im Allianz-Stadion gegen Vizemeister Neftci hat. Ferencvaros ging mit einem 1:1 ins Heimspiel, verlor aber 1:3 (0:1), Womit Qarabag die Meister aus der Schweiz (Franco Fodas FC Zürich) und Ungarn. Ferencvaros muss um die Gruppenphase der Europa League, die letzte Saison unter dem Vorgänger von Tschertschessow aus Wien, Peter Stöger, geschafft wurde, gegen die Shamrock Rovers aus Irland kämpfen. Scheitert Rapid hingegen daran, gegen Neftci nach dem 1:2 in Baku aufzusteigen, dann ist das Ziel, im Herbst in der Conference League zu spielen, bereits verpasst, brennt garantiert der Baum.

Um das zu verhindern, braucht Rapid die beste Leistung dieser Saison. Eine größere Steigerung als die von Sturm Graz, von der Trainer Christian Ilzer Dienstag nach der 1:2-Heimniederlage gegen Dynamo Kiew sprach. In drei Spielen in Hütteldorf gelangen bisher nur zwei Tore. Keines gegen Lechia Gdansk, je eines gegen Ried durch Bernhard Zimmermann und Austria Lustenau durch Guido Burgstaller. Das macht nicht gerade Hoffnung. Denn Rapid muss zwei Treffer erzielen, wenn Niklas Hedl keinen kassiert. Die Qarabag-Tore in Budapest erzielten Legionäre aus Afrika, aus Marokko und dem Senegal. Dass auch Neftci mit dem Ghanaer Godsroy Donyoh auch einen gefährlichen Stürmer aus Afrika, aus Ghana hat, zeigte das erste Duell. Donyoh wurde Sonntag beim Meisterschaftsstart in Aserbaidschan geschont. Laut Rapids Trainer Ferdinand Feldhofer hatte sich sein Kollege, der Rumäne Laurentius Reghecampf, beim 1:0 gegen Kesle zur „Totalrotation“ entschlossen, alle aus der Rapid-Besetzung geschont: „Sehr ungewöhnlich, Aber am wichtigsten ist, dass wir auf uns schauen“, gab sich Feldhofer gelassen.

Besser als in Baku wird auf jeden Fall der Rasen in Hütteldorf sein – das sieht Feldhofer als Vorteil als einen Grund für Optimismus. Ihm muss gelingen, die stärkste Mannschaft zu bringen, nicht an Schonung für irgendeinen vor dem Spitzenspiel beim LASK am Sonntag zu denken. Aus ureigenstem Interesse. Denn ansonst beginnen auch für ihn nach zehn Monate auf Rapids Trainerbank ungemütlichere Zeiten als ihm lieb sein wird, in denen nichts mehr schöngeredet werden kann.  Die Gelb-Sperre von Mittelfeldspieler Aleksa Pejic darf keine Rolle spielen. Das gab auch Feldhofer zu: „Wir haben keinen Typ wie ihn zur Auswahl, also werden wir das anders kompensieren!“ Die stärkste Besetzung wäre im Abwehrzentrum das Duo Max Hofmann und Kevin Wimmer, das bisher nur wenige Minuten beim 1:0 gegen Ried zum Zug kam. Der Deutsche Nicolas Kühn (Bild oben) gehört sicher zur besten Startelf, die Rapid derzeit hat. Er kann Akzente setzen. Und es wird auch einen brauchen, der ähnlich effizient ist wie bisher Burgstaller. Der holländische Sturmtank Ferdy Druijf dürfte nach monatelanger Pause wegen eines Knochenödems beim Knie erstmals zum Kader gehören: „Für 20 Minuten müsste es schon reichen“, glaubt Feldhofer. Noch besser wäre es, wenn der Druijf nicht als letzte Hoffnung bringen müsste „Die Aufgabe ist durchaus lösbar“, prophezeite Feldhofer, „wir werden Kräfte freisetzen, die wir in Baku nicht hatten!“

 

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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