Die Bierdusche für Wolfsbergs Trainer Didi Kühbauer auf der Pressekonferenz nach dem Cupsieg durch seine Spieler gehört nach einem Titelgewinn oder geschaffter Qualifikationen inzwischen fast zum „guten Ton“. Ansonst gerieten die Feiern nach dem Meilenstein einmal aus dem Ruder. Als die Mannschaft gegen 22 Uhr bei der Lavanttal-Arena eintraf. Die Fans empfingen die Mannschaft mit einem Feuerwerk, zündeten aber damit das Stadiondach oberhalb des VIP-Klubs an, das zu brennen begann. Drei Löschfahrzeuge der Feuerwehr waren notwendig, um den Brand zu löschen, die Fans und Cupsieger mussten das Stadion verlassen. Freitag beruhigte Präsident Dietmar Riegler, dass die letzten Heimspiele in der Bundesliga, bei denen es vielleicht um das Double geht, nicht in Gefahr sind. Trotz des unübersehbaren Brandschadens am Stadiondach muss Wolfsberg nicht das Stadion wechseln.
Drei Tage nach dem Cuptriumph gastiert Wolfsberg in Hütteldorf bei Kühbauers Ex-Klub Rapid, der es Wolfsbergs Sieg über Hartberg zu verdanken hat, als Fünfter noch eine Chance auf den Europacupplatz zu haben. Nur Blau Weiß Linz muss in den letzten vier Runden in Schach gehalten werden, in der derzeitigen Konstellation wird es schwierig, genug. Interimstrainer Stefan Kulovits macht sich wenig Hoffnungen, dass Wolfsberg durch zu exzessive Cupfeiern geschwächt sein könnt: „Sie werden keinen Millimeter weniger laufen, sondern eher, weil sie die Chance auf das Double zu sehen!“ Bei ihm wurde die Personalsituation gegenüber dem 0:0 gegen Blau Weiß Linz noch schlechter. Die Innenverteidiger Nenad Cvetkovic, Serge-Philippe Raux-Yao und Jakob Schöller fallen weiter verletzt aus, dazu Mittelfeldspieler Lukas Grgic und Stürmer Nikolaus Wurmbrand. Neu dazu kamen die Sperren von Mamadou Sangare wegen fünf gelber Karten und Guido Burgstaller nach der roten Karte gegen die Linzer sowie die Verletzung, die sich Innenverteidiger Amin Gröller nach seinem soliden Bundesligadebüt im Traning zuzog. Es sieht danach aus, als sollte sich sein Einatz am Sonntag nicht ausgehen.
Kulovits hat einen großen Wunsch: „Das Spie mit elf Mann beenden!“ Gelang zuletzt weder gegen Wolfsberg wegen der Fehlentscheidung gegen Niklas Hedl, gegen Djurgarden (Sangare) und Blau Weiß Linz (Burgstaller). Winterkauf Kouadio Ahoussou ist der einzige gelernte Innenverteidiger, den er Sonntag gegen den Cupsieger bringen kann. Kulovits musste den Kader mit Spielern der zweiten Mannschaft auffüllen. Mit dem 21 jährigen gelernten Außenverteidiger Dominic Vincze (Bild), der im Abwehrzentrum sein Ligadebüt feiern dürfte und Flügelflitzer Ismael Seydi. Sie fuhren Freitag nicht mit nach Bregenz, wo die zweite Mannschaft mit einem unerwarteten 5:1 (2:0)-Kantersieg ihre Krise beendete. Ob Sonntag gegen den Cupsieger ähnliches gelingen kann?
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