Fußball

Rapid darf sich nicht beschweren: Platz zwei hinter Arsenal ist zu schaffen

Rapids Trainer Didi Kühbauer traf es auf den Punkt, als er unmittelbar nach der Auslosung für die Gruppenphase der Europa League meinte, darüber dürfe man sich sicher  nicht beschweren. Den Ciro Ferrara, der ehemalige Abwehrrecke von Juventus und Napoli, sorgte dafür, dass Grün-Weiß von allen drei österreichischen Teilnehmern die größte Chance auf den Aufstieg in die k.o.-Phase hat. Platz zwei hinter dem klaren Gruppenfavorit Arsenal, den 13 fachen englischen Mister, ist gegen Molde aus Norwegen und den FC Dundalk aus Irland sicher leichter zu schaffen als für den LASK gegen die Tottenham Hotspurs, Bulgariens Serienmeister Ludogorez Razgrad und Royal Antwerpen oder für den Wolfsberger AC gegen ZSKA Moskau, Kroatiens Serienmeister Dinamo Zagreb und Feyenoord Rotterdam mit Hollands Ex-Teamchef Dick Advocaat als Trainer. Für Rapids geplagte Finanzen ist in der laut Sport-Geschäftsführer Zoran Barisic „interessanten“ Gruppe“ einiges drin. Nämlich Prämien für Siege. Zuletzt kam Rapid vor zwei Jahren unter die letzten 32. Für die drei Heimspiele ließ sich Rapid in Zusammenarbeit mit Ausrüster adidas einen „Sonderdress“ einfallen, der an den vom Sieg im Mitropacup vor 90 Jahren erinnern soll.

Zu bedauern ist, dass gegen Arsenal nur 3000 Zuschauer ins Hütteldorfer Allianz Stadion kommen dürfen. Die bekommen bei den „Kanonieren“ einige Stars zu sehen. Allen voran im Angriff: Besonders Pierre Emerick Aubameyang (Bild oben), den Torjäger aus Gabun, der im Jänner 2018 den Wechsel von Borussia Dortmund, als dort gerade Peter Stöger Trainer war, nach London um 63,75 Millionen Euro geradezu erzwang. Der Rekordkauf  ist jedoch der letzten Sommer um 80 Millionen von Lille geholt  Elfenbeinküste-Legionär Nicolas Pepe. Als „Draufgabe“ gibt´s noch den Franzosen Alexandre Lacazette, Eddie Nketiah, den herausragenden Goalgetter aus Englands U 21, und den im Sommer von Chelsea geholten 32 jährigen Brasilianer Willian.  Die Arsenal-Marschroute: Mit diesem hochkarätigen Angriff mehr Tore schießen als die fragile Abwehr zulässt.

In der hat der schon 33 jährige Brasilianer David Luiz das Sagen. Auch er kam von Chelsea. Im Mittelfeld geben der Schweizer Teamkapitän Granit Xhaka und Spaniens U 21-Europameister Dani Caballos, den Ton an. Keine Rolle spielt  beim spanischen Trainer Mikel Arteta, zuvor Assistent von Pep Guardiola bei Manchester City, Mesut Özil, der deutsche Weltmeister von 2014. Obwohl einer, mit dem er Weltmeister wurde, Artetas Co-Trainer ist:  Per Mertesacker, jahrelang Abwehrchef von Arsenal. Özil sitzt seinen „Luxus-Vertrag“ bis 2021 auf der Tribüne ab. Einer von Arsenal spielte schon gegen Rapid: Tormann Bernd Leno 2012 mit Bayer Leverkusen im UEFA-Cup. Da bekam er beim 4:0 im Happel-Stadion vor 43.000 Zuschauern kein Tor. Diesmal soll es anders sein. Leno war Donnerstag der Held bei Arsenals Aufstieg im League Cup bei Mister FC Liverpool nach einem 0:0 im Elferschießen, wobei beiderseits nicht die Bestbesetzungen aufgeboten wurden.  In der Premier League schlug Arsenal auswärts Aufsteiger Fulham 3:0, daheim West Ham 2:1, verlor nur letzten Montag gegen Liverpool an der Anfield Road 1:3, liegt auf Rang fünf.

Bewerbspiele zwischen Rapid und Arsenal gab´s noch nicht. Nur „Duelle“ in aller Freundschaft. Legendär ist das 6:1 aus dem Jahr 1953 in Brügge, als Rapids große Mannschaft um Ernst Happel Arsenal ganz schlecht aussehen ließ. Vor 18 Jahren war es in Eisenstadt bei 0:0 nach 69 Minuten zu einem Abbruch gekommen, weil einige Rapid-Fans durchdrehten. Die anderen Gegner? Molde ist der Klub, von dem Erling Haaland nach Salzburg gewechselt war, bei dem die Trainerkarriere von Ole Gunnar Solskjaer begann. Jetzt sitzt er bei Manchester United auf der Bank. Nach 19 von 30 Runden liegt Molde in der norwegischen Punktjagd 19 Punkte hinter Tabellenführer Bodoe Glimt auf Rang vier. Rund um die Spiele wird´s sicher zu einem Kontakt von Kühbauer mit einem ehemaligen norwegischen Mitspieler bei Rapid kommen, mit Jan Age Fjörtoft. Nur Fünfter ist der  FC Dundalk in Irland. 2018 und 2019 war Rapids Gegner noch Meister. Derzeit beträgt der Rückstand der „Lilywhites“ auf Tabellenführer Shamrock Rovers bei zwei Spielen weniger stolze 18 Punkte. Da muss für Rapid etwas  zu holen sein.

Personell wird es in Hütteldorf bis zum Ende der Transferzeit am Montag nach aktuellem Stand nichts geben.  Einen Wechsel gab´s aber doch: Bei der  Automarke, mit der die Rapid-Spieler fahren. Da Mercedes wegen der Corona-Folgen wegen der Auflösung des bis 2022 laufenden Vertrags vorstellig wurde, suchte und fand Rapid einen neuen Partner. Mit MVC Motors einen der größten Autohändler Österreichs. Den präsentierte schon drei Wochen zuvor Rapids Erzrivale Austria als Partner. Der Unterschied: Rapid fährt bis 2025 mit Jeeps, Austria mit Nissan.

 

 

Foto: FC Southampton.

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