Fußball

Rapid im Stil der Jugend: Entrup bei Kulovits, Millionen für Altach

Einen Tag nach Österreichs WM-Ausscheiden präsentierte Rapid seine neuen Trikots. In noblem Rahmen, in den Räumlichkeiten des Ernst-Fuchs-Museums, der Otto-Wagner-Villa in Hütteldorf, nur wenige Minuten vom Allianz-Stadion entfernt. In Zusammenarbeit mit dem neuen japanischen Ausrüster Mizuno stehen sie unter dem Motto  „Im Stil der Jugend.“ Damit will Rapid den von dem in Penzing geborenen Architekten Otto Wagner geprägten Wiener Jugendstil quer durchs Land und über die Grenzen hinaus tragen. Sowohl das grüne Heim- als auch das rote Auswärtstrikot haben Elemente des Jugendstils. Das Heimtrikot trägt die Handschrift des Otto-Wagner-Pavillons, am unteren Saum gibt es ein eingewebtes Detail-Label mit dem Hütteldorfer Bahnhof und der Aufschrift „Wien, West, Hütteldorf“. Das wird vom Fansektor bei jedem Heimspiel skandiert.  Ob sich die Hoffnung „unverkennbar Rapid“ künftig auch im Spielstil am grünen Rasen zeigen wird?

Ein Ex-Rapidler verließ Meister LASK, der Freitag ein Testspiel gegen Dynamo Kiew 0:2 (0:1) verlor. Maximilian Entrup wechselte in die zweite deutsche Liga zu Eintracht Braunschweig. Hinter dem Transfer steckt sicher Trainer Lars Kornetka, der am Donnerstag in Los Angeles zum letzten Mal Assistent von Ralf Rangnick war. Kornetka kennt Entrup aus dem Teamtraining, unter Rangnick kam Entrup zu drei Kurz-Länderspielen als Joker. „Feuerwehrmann“ Korneka schaffte mit Braunschweig knapp die Mission Klassenerhalt, jetzt soll es weiter nach oben gehen. Co-Trainer bei Kornetka ist Ex-Rapidler Stefan Kulovits. Entrup bekam einen Zweijahresvertrag, beim LASK wurde der 28-jährige meist als Joker eingesetzt, erzielte in 62 Pflichtspielen 15 Tore. Vor zwei Jahren zahlte der LASK für ihn an Hartberg 1,3 Millionen Euro Ablöse, so viel wird Braunschweig nicht bezahlt haben.

Millionen gab es hingegen für Altach. Olympique Lyon, der siebenfache französische Meister, überweist 2,2 Millionen für den 23-jährigen Linksverteidiger Mohamed Quedraogo, mit Bonizahlungen kann die Summe bis auf 2,8 Millionen steigen. Dann wäre Quedraogo Altachs Rekordverkauf. Er kam vor drei Jahren aus seiner Heimat Burkina Faso nach Vorarlberg. Seinen Nachfolger hat Alrtach bereits am Donnerstag von Rapid geholt: Benjamin Böckle.  Noch ein Transfer: Der 28-jährige Mittelfeldspieler Murat Satin, ein gebürtiger Stubaitaler, kehrt nach Tirol zurück. Er kostete WSG Tirol keine Ablöse. In den letzten zwei Jahren war Satin beim GAK.

Vizemeister Sturm Graz erreichte zum Abschluss des Trainingslagers in Irdning, das für Trainer Fabio Ingolitsch seinen Zweck erfüllt hat, ein 2:2 (1:1) gegen den slowakischen Erstligisten FC Kosice. Ingolitsch setzte 21 Spieler ein. Die Tore erzielten Seedy Jatta und Belmin Beganovic. Ein 2:2 (1:2) schaffte auch Bundesligabsteiger Blau Weiß Linz gegen den serbischen Meister Roter Stern Belgrad in Windischgarsten nach 0:2-Rückstand. Der neue Tormann Valentin Olez machte eine gute Figur, Oldie Ronivaldo verwandelte einen Elfmeter.

Foto: SK Rapid/Widner.

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