Fußball

Rapid redet sich den „Tick“ ein! Werder Bremen bietet für Murg nur drei Millionen

Es gab schon weit schlechtere Startspiele in eine neue Saison. Das Niveau bei Rapids 0:2 gegen Red Bull Salzburg war für die erste Runde doch beachtlich, aber das Signal für mehr Spannung in der Liga blieb aus. „Es geht so weiter wie jede Saison“, verwies Sky-Analytiker Hans Krankl darauf, dass  sich der Meister als klarer Favorit bestätigte, alles auf eine ähnliche Vormachtstellung wie bisher hindeutet. Marc Janko fand nach seinem „Sky“-Debüt, dass Rapids Nadelstiche einfach zu wenig waren, um Salzburg in Bedrängnis zu bringen. Am meisten freute ihn in Hütteldorf, wieder einmal Zlatko Junuzovic, seinen Mitspieler in erfolgreichen Zeiten des Nationalteams, die Hand schütteln zu können. Der bewies, wie wichtig er  mit seiner Erfahrung für Salzburg ist. So bleibt für Sportchef Christoph Freund nur eine Baustelle, der Kampf um Diadie Samassekou. Freund glaubt, in den nächsten Tagen auf eine Entscheidung, hat die Hoffnung auf den Mittelfeldlenker aus Mali nicht aufgegeben. Wegen der Champions League als Anreiz. Vielleicht auch wegen Samassekous Salzburger Freundin.

Die Rapid-Baustellen? „Man darf mit einer Niederlage nie zufrieden sein“, mahnte Krankl seinen Ex-Klub. Das war auch keiner. Aber Grün-Weiß redete sich den Tick ein. Trainer Didi Kühbauer fand, dass Salzburg nicht so weit weg war, nur eine Tick besser, Rapid sicher eine andere, bessere Rolle spielen werde als letzte Saison. Nächste Runde bei KühbauersEx-Klub St.Pölten ohne Tormann Richard Strebinger. Der wurde Samstag Vormittag aus dem Lorenz Böhler-Krankenhaus entlassen, muss aber Folge der beim 0:1 wegen des Zusammenpralls mit Takumi Minamino erlittenen Gehirnerschütterung  vorerst pausieren. Also wird Tobias Knoflach im Tor bleiben, dem man für seinen  61 Minuten gegen Salzburg keinen Vorwurf machen konnte.

Fehlte Rapid wirklich nur ein Tick? Von dem sprach ein Neuzugang Thorsten Schick (Bild oben). Einen Tick zu wenig habe man getan, fand er. Auf ihn persönlich traf das vor allem in der zweiten Hälfte zu, was Kühbauer darauf zurückführte, dass sich Schick vor der Pause da Knie verdrehte: „Wir werden nicht schon nach 90 Minuten Wasserstandsmeldungen abgeben“, meinte Schick. Einen Unterschied zwischen Rapid und Salzburg, die mehr als nur der Tick sind,  zeigte der Blick auf die Ersatzbank: Bei Rapid sieben Österreicher, bei Salzburg sieben Legionäre. Ein brasilianischer Tormann, ein Verteidiger aus Ghana, Mittelfeldspieler aus Mali, Ghana und Sambia, Stürmer aus Südkorea, der bei der WM 2018 spielte (Hee Chan Hwang) und Japan. Der auch zur endgültigen Entscheidung traf – Masaya Okugawa. Letzte Saison bei Holstein Kiel, davor in Mattersburg.

Werder Bremens Sportchef Frank Baumann fuhr Samstag von Wien in das Trainingslager der Grün-Weißen aus dem Norden Deutschlands nach Grassau an den Chiemsee. Was er dort Trainer Florian Kohfeldt berichten wird? „Bild“ outete den Grund des Besuchs von Baumann im Allianz-Stadion: Rapids Mittelfeldspieler Thomas Murg. Dessen Berater Stefan Böhm seit Jahren mit Baumann wegen anderen Klienten wie Florian Grillitsch oder den an Wolfsberg verliehenen Romano Schmid in Kontakt steht. Allerdings will Baumann für den 24jährigen Steirer nur drei Millionen zahlen, nicht die vier, die in seinem Vertrag bis 2022 als Preis für den vorzeitigen Ausstieg festgelegt sind. Wie man Rapids Sport-Geschäftsführer Zoran Barisic kennt, wird er darüber mit sich nicht reden lassen. Ausser Baumann hat eine Idee, womit man die Differenz von einer Million „beseitigen“ kann.

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