Fußball

Rapid um Play-off zwischen Salzburg, Sturm Graz und WSG Tirol

Für Sturm Graz ist Donnerstag das letzte Gruppenspiel in der Europa League gegen AS Monaco praktisch nur ein Schaulaufen um eine mögliche Siegesprämie von 630.000 Euro. Monaco it Ex-Bayern-Trainer Niko Kovac hat den Aufstieg ins Achtelfinale schon fixiert, hat sicher schon das Sonntag-Spiel in der Ligue 1 bei Tabellenführer Paris St. Germain im Hinterkopf. Monaco hat als Siebenter 16 Punkte Rückstand. Auch für den LASK als Gruppensieger in der Conference League hat das Duell gegen Finnlands Meister HJK Helsinki im Klagenfurter Wörthersee Stadion keine große Bedeutung, da liegt der Fokus sicher schon mehr auf Sonntag, auf das Meisterschaftsspiel bei der Austria in Wien und der Chance,  bis auf einen Punkt auf Austria heranzukommen. Trainer Andres Wieland war ehrlich genug, um festzustellen, die Bundesliga habe mehr Niveau als diese Gruppe in der Conference Lague. Beim Achtelfinale am März 2022 kann es dann wieder anders aussehen.

Donnerstag steht für Rapid das Meiste am Spiel. Da geht es um eines der zwei Ziele ,die Trainer Ferdinand Feldhofer vor einer Woche  beim Amtsantritt formulierte. Um das Überwintern im Europacup. Das kann nur mit dem ersten Auswärtssieg der Saison in der Cegetia Arena von Genk geschafft werden. Dann wäre Rapid hinter West Ham und Dinamo Zagreb Dritter, würde am 17. und 24. Februar 2022 im Play-off gegen einen Gruppenzweiten der Conference League um den Aufstieg ins Achtelfinale kämpfen. Die Frage ist nur, ob sich dieses Ziel mit dem anderen, den Platz unter den ersten sechs und in der Meisterrunde zu fixieren, „verträgt“. Denn die Play offs fallen genau zwischen die Bundesligaspiele gegen Red Bull Salzburg sowie bei Sturm Graz und WSG Tirol, in denen es um wichtige Punkte gehen wird, die für den Platz unter den ersten sechs nötig sein werden.

Aber Feldhofer denkt trotzdem nicht daran, die internationale Chance quasi herzuschenken. Ein Indiz dafür, dass er sogar nach Belgien flog, um Genk im Heimspiel gegen Meister FC Brügge zu beobachten. Das endete mit einer 2:3-Heimniederlage. Beide Tore erzielte der slowakische Teamspieler Patrik Hrosovsky, der vor sechs Jahren in der Europa League mit Viktoria Pilsen gegen Rapid gespielt hatte. Damals wurde Rapid auch durch das „historische“ Stolpertor von Philipp Schobesberger in Pilsen Gruppensieger, jetzt geht es um Rang drei. Genk geht es derzeit ähnlich schlecht wie Rapid: Seit 31. Oktober kein Sieg in der Meisterschaft, je zwei Niederlagen und Unentschieden. Bei Rapid gab es in dieser Zeit je einen Sieg und eine Niederlage sowie zwei Unentschieden. Genk ist Achter mit 15 Punkten Rückstand auf Tabellenführer Union St. Gilloise, Rapid Sechster, 21 Punkte hinter Salzburg. In der Europa League war Genk mit dem 2:2 gegen West Ham und 1:1 bei Dinamo Zagreb  im November erfolgreicher als Rapid (1:3 bei Dinamo Zagreb, 0:2 gegen West Ham).

So wie Rapid wechselte auch Genk den Trainer. Allerdings rund einen Monat später.  John van den Brom musste erst Montag, einen Tag nach dem 1:1 in Mechelen mit ungenützter numerischer Überlegenheit über 30 Minuten. So wie anfangs bei Rapid gibt es auch bei Genk eine Interimslösung. van den Broms Assistent Domenico Olivieri übernahm, ist gegen Rapid der Chef. Feldhofer kann sich nicht vorstellen, dass er entscheidendes ändern wird, wird aber für letzte Informationen sein Netzwerk in Belgien benützen. Servus-TV überträgt Rapids Finale aus Genk live. Mit einer Neuheit: Stefan „Major“ Maierhofer, Torjäger von Rapids letzter Meistermannschaft, wird aus dem Salzburger Studio gemeinsam mit Sebastian Prödl das Match analysieren. Zu den Gerüchten, dass er zu der Investorengruppe um seinen Freund Jürgen Werner bei der Austria zählt, wird Prödl aber sicher nichts sagen: „Da gibt es nichts zu kommentieren oder argumentieren, das sind ungelegte Eier, über die man nicht redet.“

Foto: Servus TV.

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