Fußball

Rapid und Martin Harnik? Einen Versuch wäre es sicher wert!

Allerheiligen bei Wildon, 24 Kilometer südlich von Graz, rüstet sich für Rapid. Sieben Jahre ist es schon her, dass Grün-Weiß zum ersten Mal beim steirischen Regionalligaklub im Cup gastierte. Am 26. September 2012 in der zweiten Runde, Sonntag schon in der ersten. Das erste Match in der Geschichte von Allerheiligen, das live in ORF 1 zu sehen sein wird. Der enge Platz ist seit damals nicht größer geworden. Didi Kühbauer wäre es sicher nicht recht, sollte er ähnlich ins Zittern kommen wie damals Peter Schöttel auf Rapids Trainerbank beim 4:1 (0:0) vor 2300 Zuschauern: Zur Pause 0:0, zwei Minuten später führte Allerheiligen. Der derzeit rekonvaleszente Mario Sonnleitner glich rasch aus. Bis zur 78.Minute stand es 1:1, ehe zweimal Deni Alar und der derzeit vereinslose Kristjan Dobras den Favorit in die dritte Runde schossen. Apopos Alar: Donnerstag traf er erstmals als Rapid-Leihgabe bei Levski Sofia. 12 Minuten war er als Joker im Einsatz, ehe er in letzter Minute mit einem sehenswerten Volley für das 2:0 der Bulgaren über Ruzomberok aus der Slowakei sorgte. Levski damit in der zweiten Runde der Qualifikation für die Europa League, die nächste Hürde heißt AEK Larnaca aus Zypern.

Wenn Rapid in Allerheiligen spielt, dann kommt der Name von Martin Harnik (Bild oben) ins Spiel. Die Großmutter des Ex-Teamspielers, der ihren Schweinsbraten über alles schätzt, wohnt im Haus gegenüber dem Sportplatz. Also wünscht er den steirischen Außenseitern alles Gute, versichert, ihnen die Daumen zu halten. So war es 2012, so ist es heuer wieder. Rapid und Harnik, da erhebt sich die Frage, ob das nicht mehr als eine Episode am Rande des Cups werden könnte und auch sollte. Der Grund? Ganz einfach. Rapid ist auf Stürmersuche, Harnik wäre genau der gesuchte und gebrauchte Typ. Schnell und torgefährlich. Der 32jährige, der in 68 Länderspielen 15 Tore für Österreich erzielte, 238 Partien in der deutschen Bundesliga bestritt, ist auch am Markt. Erfuhr letzte Woche am Ende des Trainingslagers von Werder Bremen in Zell am Ziller von Trainer Florian Kohfeldt, bei ihm nur noch als Joker eingeplant zu sein. Etwas, das sich mit dem Ehrgeiz und dem Ego von Harnik gar nicht  gut verträgt. Also heißt die Devise weg von Bremen. Trotz Vertrag bis 2021. Der Plan, in seine Geburtsstadt  zum Hamburger SV zu wechseln, scheint sich nicht realisieren zu lassen.

Von Werder Bremen zu Rapid? Natürlich wird´s sofort Stimmen geben, dass dies nichts bringt, finanziell nicht zu stemmen wäre, Harnik inzwischen familiär und geschäftlich in Deutschland so fest verwurzelt ist, dass er nicht erstmals bei einem österreichischen Klub spielen würde. Von vornherein zu behaupten, das geht einfach nicht, wäre aber schwach und der falsche Weg. Ein Gespräch mit dem deutschen Ex-Teamspieler Jens Jeremies, Harniks Berater bei der Hamburger Agentur T21plus, zu führen, um die Möglichkeiten abzustecken, kann keinesfalls schaden Mit Werders Sportchef Frank Baumann, der ihn vor einem Jahr von Hannover 96 um 2,25 Millionen Euro kaufte,  wird sich ein Weg, eventuell über einen Leihvertrag, finden lassen, sollte Harnik die Bereitschaft signalisieren, in Grün-Weiß zu bleiben. Statt im Norden Deutschlands im Westen von Wien. Harnik wäre unter Garantie nach Linksverteidiger Max Ullmann, der in Allerheiligen noch kein Thema ist, Rapids zweiter Topeinkauf in diesem Sommer. Das zu schaffen, müsste auf jeden Fall einen Versuch wert sein. Total unspektakulär hinter den Kulissen, wie die Devise von Sport-Geschäftsführer Zoran Barisic für die Transferzeit heißt.

Die Erwartungen von Kühbauer für seine steirische Allerheiligen-Premiere lassen sich in drei Worten zusammenfassen: „Ein souveräner Auftritt!“

Foto: Facebook.

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