Fußball

Rapids geplante Revanche für 2:7 gehört zum Wochenende der Giganten!

Samstag der deutsche Clasico zwischen Borussia Dortmund und Bayern München, Sonntag das englische Spitzenspiel zwischen Manchester City und FC Liverpool. Deshalb rief „Sky“ das Wochenende der Giganten  aus. Und nahm, da aller guten Dinge drei sind, auch den Kampf um Platz eins in Österreichs Bundesliga zwischen Rapid und Red Bull Salzburg am Sonntag im Hütteldorfer Allianz-Stadion dazu. Natürlich richtete sich der TV-Sender nach den Ligen, für die er die Rechte hat, aber es ist doch eine nette Geste, das Duell der einzigen nach sechs Runden noch ungeschlagenen Mannschaften in einem Atemzug mit der großen Prominenz zu nennen. Wobei der Mister für österreichische Verhältnisse schon ein Gigant ist: Die letzte Niederlage in der Bundesliga am 2. März (2:3 in Altach), seit dem Re-Start im Juni keine Niederlage in 16 Partien, sondern 14 Siege und zwei Unentschieden, diese Saison nur  Siege.

Rapid kann trotzdem seinen besten Bundesligastart seit 33 Jahren mit dem Sprung auf Platz eins krönen. Dazu muss der erste Sieg über die Salzburger seit 24. Februar 2019 her. Seit dem 2:0 in Hütteldorf gab es vier Niederlagen am Stück. 0:2 im Allianz-Stadion, 2:3 in Salzburg durch einen Superfreistoß von Zlatko Junuzovic in der Nachspielzeit, wieder auswärts 0:2 samt der schweren Verletzung von Christopher Dibon, und als Krönung die 2:7-Demütigung am 24. Juni am Hüttldorfer Rasen nach 1:0-Führung. So viele Tore kassierte Grün-Weiß noch nie zuvor in der Bundesliga, der Junuzovic-Volley zum 1:6 war das absolut spektakulärste: „Wir sind auf einen hochmotivierten und aggressiven Gegner eingestellt, der sich revanchieren will“, versicherte Max Wöber, der  Ex-Rapidler im Salzburger Abwehrzentrum. Und glaubt, Salzburg könne auch aus der 2:6-Abfuhr gegen Bayern München am Dienstag etwas Positives mitnehmen. Nämlich die75 Minuten, in denen  man den Champions League-Sieger voll forderte.

Etwas Positives, das Rapid aus dem 4:3 gegen Dundalk mitnehmen kann? Da fiel Trainer Didi Kühbauer nichts ein: „Wenn wir uns so gegen Salzburg präsentieren, dann kann das fatal sein“, wusste er. Sein Gegenspieler Jesse Marsch kündigte an, nicht so viel zu rotieren wie normal nach der Champions League, zumal Salzburg  48 Stunden mehr Pause als Rapid hatte. Marsch rechnet mit dem Comeback von Rapids besten Torschützen, Taxiarchis Fountas trotz gebrochenem Mittelhandknochen. Laut Kühbauer sieht es nicht danach aus. Aber er verrät so gut wie gar nichts, woraus der Gegner Rückschlüsse ziehen könnte. Etwa, wie es um Marcel Ritzmaier steht, wer den verletzten Matteo Barac ersetzen wird, ob Leo Greiml oder Mario Sonnleitner, ob der 17 jährige Yusuf Demir ein Thema für die Startelf ist. Seinen Kurzeinsatz in der Europa League könnte man als positive Ausnahme werten, die Rapid aus dem Zittersieg gegen Dundalk mitnehmen kann.

Auf den Rapid_Trikot wird zum Gedenken an den Terroranschlag vom Montag oberhalb der Rückennummer gegen Salzburg nicht der Namen eines Sponsors stehen, sondern der von Wien. Aber in der Muttersprache der Spieler. Auf Deutsch auch auf Japanisch, Slowenisch, Serbisch oder Englisch. Das ist die Amtssprache in Nigeria, wo Kelvin Arase geboren wurde. Diese Dressen werden via Internet versteigert, die Erlöse kommen den Angehörigen der Toten des Terroranschlags und den Verletzten zugute. Ein Zeichen der Anteilnahme.

Offiziell ist ein Rückschlag für den LASK: Marko Raguz wird Sonntag operiert, das vordere Kreuzband im rechten Knie ist gerissen. Damit fällt  er auf Monate aus, wird erst im Frühjahr 2021 wieder spielen. Das Versprechen von Raguz: „Ich bin stark genug, um mich nicht unterkriegen zu lassen!“

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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