Fußball

Rapids Hitzeferien endeten mit 0:2! Die erste Fehlentscheidung trotz Videobeweis

Brütende Hitze in Hütteldorf. Rapids Mannschaft nahm sich speziell bis zur Pause einfach Hitzeferien und das endete mit einem schlimmen Fehlstart, mit einem völlig verdienten 0:2 (0:1) gegen Hartberg durch zwei Tore von Dario Tadic, das erste mit seinem schwächeren rechten Fuß. Kapitän Max Hofmann: „Das war von jedem bei uns einfach zu wenig!“ Martin Stranzl vermutete bei seinem Debüt im Sky-Studio, dies könnte etwas an fehlender geistiger Frische nach dem Kraftakt gegen Sparta Prag am Mittwoch gelegen sein. Der einzige mit grün-weißem Herz, der etwas zu feiern hatte, war Mario Sonnleitner. Nach elf Jahren Rapid sein erstes Spiel mit Hartberg  an ehemaliger Wirkungsstätte ohne Gegentor gewonnen. Besser geht´s nicht. Wie ihn Rapids Fansektor nachher mit Sprechchören und Transparent feierte (Bild oben), das wird der  34 jährige sein Leben lang nie vergessen.

12.200 Zuschauer erlebten das erste Tor der Saison, das ohne Videoreferee nie gefallen wäre. Kein Hartberger reklamierte nach einem Kopfball von Felix Luckeneder, der via Kevin Wimmer über die Latte ging, einen Elfmeter. Aber der Videoreferee, Alan Kijas, schickte Schiedsrichter Manuel Schüttengruber, in die Reviewarea. Der sah sich die Szene an und gab Elfmeter. Die erste Fehlentscheidung mit Videobeweis. Auch kein Zufall, dass sie Schüttengruber traf. Wimmer machte nichts, außer zu springen. Dann traf ihn der Ball an der ausgestreckten Hand, die nicht in verbotener Höhe war. Es war sicher auch  keine unnatürliche Handbewegung. Kein Elfmeter, den man geben darf. So sah es auch Kurt Russ nach seiner erfolgreichen Premiere als Hartgbers Cheftrainer.  Gab auch zu, dass Hartberg Glück hatte, dass der neue Verteidiger David Stec vor der Pause für einen Tritt gegen Lionel Schuster nur gelb statt rot sah. Aber bei solchen Szenen darf der Videoreferee laut Regelwerk nicht eingreifen. Schuster war nach 22 Minuten für Srdjan Grahovac gekommen, der nach einem Crash mit Tobias Kainz blutüberströmt mit Nasenbeinbruch ausschied.

Rapids Trainer Didi Kühbauer gab fairerweise zu, dass Schüttengrubers Fehler nicht zu der Pleite führten. Sondern dass die daran lag, dass in der ersten Hälfte, in der Rapid zu keiner einzigen klaren Torchance kam, völlig die Laufbereitschaft fehlte, keiner die Zweikämpfe richtig annahm. Linksverteidiger Max Ullmann hat offenbar so sehr seine Auslandspläne im Kopf, dass er derzeit zu einer Belastung wird. Sein Fehler vor Hartbergs Führung war ganz schlimm. Der Austausch nach 72 Minuten kam völlig zurecht. Wenn sich wer findet, der eine angemessene Ablöse zahlt, wäre ein Verkauf die beste Lösung für alle Beteiligten. So hilft Ullmann Rapid nicht. Im  Gegenteil. Auch von Christoph Knasmüllner sah man drei Tage nach dem Doppelpack gegen Sparta Prag sehr wenig. Außerdem bräuchte Rapid dringend eine andere Idee, als fast alle Bälle hoch in Richtung von Ercan Kara zu spielen. Darauf haben sich die Gegner längst eingestellt Zudem wusste Sonnleitner sehr gut, was man gegen seinen ehemaligen Mitspieler so tun muss.

So gab es einen großen Jubeltag für Hartberg. Gewonnen haben die Steirer zwar nicht zum ersten Mal in Hütteldorf, aber Samstag gelangen ihnen im dritten Bundesligajahr der erste Auftaktsieg. Man gönnte der Präsidentin Brigitte Annerl ihre große Freude, die sie mit einigen Fans schon zur Pause zeigte. Stranzl meinte bereits vor dem Anpfiff, wenn man Red Bull Salzburg vorne ein Bein stellen will, dann dürfte man sich gegen die vermeintlich Kleinen keine Umfaller leisten. Rapid begann die Punktejagd mit einem Umfaller, wird mit  Leistungen wie dieser sicher nicht nochmals Zweiter. Kühbauer hoffte auf einen rechtzeitig gekommenen Schuss vor den Bug.

Foto: PhotobyHofer/Christian Hofer.

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