Fußball

Rapids neue Kampfansage im New Look an das Salzburger Monster

Bisher sechsmal empfing Rapid Red Bull Salzburg im Allianz-Stadion. Das lockte gesamt 139.500 Zuschauer an. Aber  jubeln konnten die Rapid-Fans bisher nur einmal: Einem Sieg stehen ein Unentschieden und vier Niederlagen gegenüber. Der Schlager der zweiten Runde im Uniqa-Cup bedeutet den zweiten Anlauf zum zweiten Sieg. Der erste war schon in der Ära von Didi Kühbauer am 24.Februar mit 2:0 (0:0) gelungen, begünstigt durch eine rote Karte von Salzburgs Abwehrchef Andre Ramalho. Die Tore erzielten der inzwischen wieder in Norwegen spielende Veton Berisha und Kapitän Stefan Schwab. Bei Salzburg feierte Erling Haaland sein 13 Minuten-Debüt in der Bundesliga. Wenig beachtet. Jetzt ist er wohl die größte Gefahr für Rapid.

Seit 24. Februar trafen Rapid und Salzburg noch einmal aufeinander: Am 26. Juli zur Eröffnung der neuen Bundesligasaison in Hütteldorf. Da trat der Norweger (Bild oben im Duell gegen Christopher Dibon) schon nachhaltig in Erscheinung, setzte Rapids Abwehr ordentlich zu, bereitete das erste Tor durch  Takumi Minamino mustergültig vor. Es gab bisher nur zwei Spiele in der Saison ohne Haaland-Tor: Gegen Rapid und letzten Sonntag beim 2:2 gegen den LASK in Pasching, als er bei seinem 30 Minuten-Einsatz ausnahmsweise eine Chance vergab, an der starken Reaktion von Alexander Schlager gescheitert war. Rapid und der LASK waren bisher die einzigen Mannschaften in dieser Saison, die nur zwei Tore gegen Salzburg kassierten. Der LASK verlor aber anders als Rapid aber nicht, lag sogar bis zur 90.Minute in Führung.

Rapid macht aber das 0:2 doch Mut: „Wir haben damals mitgehalten, hatten bei 0:0 Chancen zur Führung, dann auch nach Möglichkeiten zum Ausgleich. Und wir sind seit damals definitiv besser geworden, vor allem als Mannschaft“, behauptete Sport-Geschäftsführer Zoran Barisic, der trotzdem in Salzburg den Favoriten sieht: „Die sind wie ein Monster, das alles in Grund und Boden spielt. Aber wir halten dagegen.“ Bei Rapid hat sich gegenüber dem 0:2 vor zwei Monaten doch einiges geändert: Die Variante mit drei Innenverteidigern gehört aktuell der Vergangenheit an, Mert Müldür spielt inzwischen bei Sassuolo in Italien, Max Hofmann ist nach seinem Nasenbeinbruch noch nicht wieder erste Wahl. Stephan Auer und Matteo Barac haben sich mit starken Leistungen in die Viererabwehr gespielt. Thorsten Schick kann nach der Knieoperation erst im nächsten Jahr wieder ein Thema werden, Srdjan Grahovac fällt verletzt aus. Also bekam Dejan Ljubicic seine Rolle. Philipp Schobesberger wird Mittwch anders als im Juli nicht von der Bank kommen, sondern beginnen. Also ist es irgendwo ein grün-weißer New Look, der das Monster fordert, Revanche für ein weiteres 0:2, nämlich das im letzten Cupfinale am 1.Mai in Klagenfurt, nehmen will.

„Rapid ist garantiert besser als im Juli, aber wir sind es auch“, behauptete Salzburgs Trainer Jesse Marsch vor dem Schlager, „und wir haben frische Beine“. Der damit meinte, dass es wegen des Hütteldorfer Cupschlagers gegen den LASK die große Rotation gab. Die Änderungen  bei Salzburg gegenüber dem Sieg im Juli? Vielleicht der Däne Rasmus Kristensen statt Patrick Farkas rechter Verteidiger, vielleicht Rekordkauf Max Wöber statt Jerome Onguene im Abwehrzentrum. Ausser Marsch gönnt Wöber wie Ramalho oder Ulmer am Sonntag  eine Pause, was aber nichts mit der Rapid-Vergangenheit des 21 jährigen Wieners zu tun haben wird. Darauf nimmt Marsch keine Rücksicht. Die zwei Spitzen werden wieder Haaland und Patson Daka sein, da der Südkoreaner Hee Chan Hwang wegen einer Augenverletzung nicht zur Verfügung steht. Wie gut Daka in Form ist, zeigte er mit seinem Doppelpack gegen den LASK, der einen Punkt rettete.

Im Angriff hat Salzburg sicher die größten Vorteile gegenüber Rapid. Ganz egal, ob Kühbauer Aliou Bajdi, den Japaner Kayo Kitagawa zum Duell gegen Landsmann Takumi Minamino oder vielleicht Taxiarchis Fountas als einzige Spitze beginnen lässt. Barisic sieht das nicht so dramatisch: „Auch unsere Stürmer arbeiten für die Mannschaft, das ist am wichtigsten!“ Der Vorverkauf  mit etwas mehr als 16.000 verkauften Karten lässt nicht darauf schließen, dass ähnliche viele Zuschauer wie im Juli (24.200) kommen werde. Der Referee kommt aus der Steiermark: Rene Eisner pfiff im Allianz-Stadion bisher noch nie kein Duell zwischen Rapid und Salzburg.

Foto: Gepa/ Wien Energie.

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